Hohes Handelsvolumen
Börse Wien verbucht auf breiter Front Gewinne

Die Wiener Börse hat am Mittwoch bei gestiegenem Volumen mit deutlichen Gewinnen geschlossen. Der ATX stieg 62,72 Punkte oder 1,31 Prozent auf 4 844,36 Einheiten.

dpa-afx/apa WIEN. Der ATX konnte nach einem behaupteten Start sein Plus bis am Nachmittag kontinuierlich ausbauen. Positive Impulse kamen dabei Händlern zufolge von der in den USA und Europa angelaufenen Berichtssaison der Drittquartalsergebnisse.

Gut gesucht waren am Dienstag vor allem die schwer gewichteten Banken- und Industrietitel. So stiegen Voestalpine um 2,51 Prozent auf 63,25 Euro. Wienerberger gewannen 1,99 Prozent auf 46,75 Euro. Andritz legten 2,53 Prozent auf 51,00 Euro zu.

Fest zeigten sich auch die beiden Bank-Schwergewichte: Raiffeisen International stiegen um 1,85 Prozent auf 116,11 Euro (298 453 Stück). Erste Bank legten 1,06 Prozent auf 57,30 Euro zu (523 709 Stück).

Gute Nachfrage gab es vor dem Hintergrund des jüngsten Ölpreisanstiegs auch in den Energiewerten. So gewannen OMV 1,17 Prozent auf 50,00 Euro. Verbund stiegen um 1,62 Prozent auf das neue Allzeithoch von 43,90 Euro.

Die RCB-Analystin Teresa Schinwald führt die jüngst starken Kursgewinne der Verbund -Aktie vor allem auf die Anstiege im Strompreis zurück. Zudem hatten zuletzt europaweit Versorger-Aktien von positiven Analysteneinschätzungen internationaler Häuser profitiert. Schließlich hatte auch der Ölpreisanstieg die Versorger-Aktien gestützt. In New York hatte der Rohölpreis zuletzt erstmals die Marke von 88 Dollar je Barrel überschritten.

"Wir glauben, solange das positive Momentum im Ölpreis besteht, wird sich das auch in den Versorgern wieder spiegeln", erwartet die Analystin. Das Kursziel der RCB für die Verbund -Aktie werde vor diesem Hintergrund gerade überarbeitet. "Wir werden das Kursziel sicher anheben aufgrund des besseren Ausblicks bei den Strompreisen", so die Expertin. Aktuell lautet die Empfehlung der RCB für den Verbund auf "halten".

Größter Gewinner im Prime Market waren am Mittwoch Century Casinos mit einem Plus von 12,15 Prozent auf 4,43 Euro. Die beiden Vorstände des Unternehmens hatten in einer Mitteilung von einer deutlichen Unterbewertung der Aktie gesprochen. Alle Indikatoren - sowohl an den beiden neuen Casino-Standorten als auch an den bestehenden - würden "auf eine positive Entwicklung der Ergebnisse hindeuten", so die beiden Ceos.

Sehr fest zeigten sich bei moderatem Volumen auch BWT und die Aktie des BWT-Spinoffs Christ. BWT stiegen um 6,29 Prozent auf 48,00 Euro. Christ Water legten 5,49 Prozent auf 15,00 Euro zu.

Unterschiedlich entwickelten sich die Immobilienwerte. Immoeast legten 3,46 Prozent auf 8,67 Euro zu. Meinl European Land gewannen 1,94 Prozent auf 10,50 Euro. Schwach zeigten sich hingegen Sparkassen Immobilien mit einem Minus von 2,58 Prozent auf 7,93 Euro. Unter den ATX -Schwergewichten ermäßigten sich Telekom Austria um 0,37 Prozent auf 18,74 Euro. Größter Verlierer im Prime Market waren Unternehmens Invest mit einem Minus von 2,89 Prozent auf 18,45 Euro.

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