HP und Applied Materials geben Auftrieb
US-Börsen legen bescheiden zu

Mit dem Computerhersteller Hewlett-Packard und dem Chipausrüster Applied Materials haben zwei große US-Unternehmen positive Geschäftsausblicke vorgelegt. Zudem ist der Öl-Preis wieder deutlich gesunken. Das zusammen hat den US-Börsen am Mittwoch etwas Auftrieb gegeben.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 10 588 und einem Tief von 10 503 Punkten. Er verließ den Handel um 0,35 % fester bei 10 550 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte um 0,07 % auf 1220 Zähler zu. Die US-Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,38 % auf 2145 Punkte.

Erst am Vortag hatten die führenden Indizes ihren niedrigsten Stand seit zwei Monaten verzeichnet. Nun sorgte Hewlett-Packard für ein Ende der eher enttäuschenden Quartalszahlen einer Reihe von Computer-Herstellern und verlieh vor allem dem Technologie-Markt ganz allgemein deutlichen Auftrieb. Das Unternehmen hatte am Vortag nach Börsenschluss mit seinem Quartalsergebnis die Markterwartungen übertroffen. HP-Titel legten um rund 13,2 % auf 26,82 Dollar zu - und verzeichneten damit ihre größten prozentualen Gewinne seit November 2001.

Die Händler warteten dringend darauf, dass sich der Markt wieder beruhige und Hewlett-Packard trage dazu bedeutend bei, kommentierte Analyst Arnie Owen von Merriam Curhan Ford & Co. das Geschehen an der Wall Street. Auch die Quartalszahlen von Applied Materials wurden von den Investoren honoriert. Der Konzern hatte zwar einen Gewinnrückgang verzeichnet, aber einen optimistischen Geschäftsausblick gegeben. Die Titel verteuerten sich um rund 6,1 % auf 18,22 Dollar.

Eher mäßige Daten zur US-Konjunktur ließen indes bei den Anlegern erneut Sorgen vor einer Inflation in der weltgrößten Volkswirtschaft aufkeimen. Vor Börsenbeginn hatte die Regierung einen überraschend starken Anstieg der Erzeugerpreise im Juli vermeldet und dies mit den anhaltend hohen Energiekosten begründet. Demnach verteuerten sich die Erzeugerpreise um 1,0 % - Analysten hatten im Schnitt mit 0,5 % gerechnet. Positiv auf die Stimmung an der Wall Street wirkte sich hingegen der Preisrückgang am Ölmarkt aus: Seinen jüngsten Rekord hatte der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) leichtes US-Öl am Freitag mit etwas mehr als 67 Dollar erreicht. Am Mittwoch mussten dann aber weit weniger als 64 Dollar pro Barrel gezahlt werden.

Die Titel der Öl-Multis gehörten denn auch zu den Verlierern am Markt. Aktien von Exxon Mobil fielen um rund 1,5 % auf 58,18 Dollar. Titel des Konkurrenten Chevron gaben um rund 1,4 % auf 59,64 Dollar nach. Auch Papiere der großen US-Einzelhändler verbilligten sich. Wie schon am Vortag hatte der verhaltene Geschäftsausblick von Wal-Mart die Investoren zurückhaltend agieren lassen. "Die Einzelhändler werden die ersten sein, die die Kaufzurückhaltung der Verbraucher zu spüren bekommen, die aus den hohen Energiekosten resultiert", brachte es Analyst Charles Payne von Wall Street Strategies auf den Punkt. Wal-Mart-Papiere verbilligten sich um rund 0,7 % auf 47,11 Dollar. Aktien von Abercrombie & Fitch gaben um rund 3,9 % auf 58,85 Dollar nach, nachdem der Konzern mit seinen Quartalszahlen unter den Markterwartungen geblieben war. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,42 Mrd. Aktien den Besitzer. 1501 Werte legten zu, 1764 gaben nach und 176 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,55 Mrd. Aktien 1549 im Plus, 1461 im Minus und 175 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 15/32 auf 99-26/32. Sie rentierten mit 4,271 %. Die 30-jährigen Bonds gaben 30/32 auf 113-18/32 nach und hatten eine Rendite von 4,476 %.

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