HVB und Daimler-Chrysler im Fokus
Hypo-Vereinsbank zieht Dax ins Minus

Schwache Geschäftszahlen der Hypo-Vereinsbank haben am Donnerstag die Anleger in Verkaufsstimmung versetzt und den Deutschen Aktienindex ins Minus gedrückt. Daneben stand Daimler-Chrysler im Rampenlicht, wobei sich das Interesse jedoch eher auf die Zukunft von Unternehmenschef Jürgen Schrempp als auf die vorgelegten Geschäftszahlen richtete.

HB FRANKFURT. Der Dax beendete den Computerhandel 1,4 Prozent tiefer bei 4 008,91 Zählern und damit über der psychologisch wichtigen Marke von 4 000 Punkten. Mit knapp 159 Millionen auf Xetra gehandelten Dax-Aktien übertraf der Umsatz den Durchschnitt der vergangenen 90 Handelstage.

Im deutschen Standardwerte sind am Donnerstag späten Handel tiefer ins Minus gerutscht. Der L-Dax schloss mit 3 995,73 Punkten. Der L-MDax ging mit 4 957,76 Punkten und der L-TecDax mit 584,00 Zählern aus dem Handel.

Börsianer bezeichneten die Ergebnisse des Hypo-Vereinsbank (HVB) einhellig als sehr enttäuschend. Das Finanzinstitut hatte beim Vorsteuergewinn die Prognosen der Analysten klar verfehlt. Die HVB-Titel fielen daraufhin um knapp zehn Prozent auf 14,52 Euro. Dabei wechselten fast so viele HVB-Papiere den Besitzer wie Aktien von Deutscher Telekom und Daimler-Chrysler - den zweit- und drittplatzierten der Umsatzspitzenreiter-Liste - zusammengerechnet.

Die Aktien des Stuttgarter Autobauers schlossen 0,5 Prozent tiefer bei 38,35 Euro, nachdem sie zuvor auf Grund von Spekulationen über eine Ablösung Schrempps zeitweise rund 2,5 Prozent zugelegt hatten. Am Nachmittag bekräftigte der Aufsichtsrat seine volle Unterstützung für den Konzernchef, nachdem Medien über ein Rücktrittsangebot Schrempps und Streit im Vorstand über die Unternehmensstrategie berichtet hatten. Die vorgelegten Geschäftszahlen bezeichneten Börsianer als gut, jedoch nicht gut genug, um den Druck auf den Konzernchef zu verringern.

Einziger Gewinner im Dax war Bayer mit einem Plus von 2,2 Prozent. Auch Thyssen-Krupp und Eon verbuchten mit einem Minus von 4,3 beziehungsweise knapp 4 Prozent deutliche Verluste.

Der Nebenwerte-Index MDax fiel am Donnerstag um 1,3 Prozent auf 4 962,63 Punkte. Der Technologie-Index TecDax gab um 1,8 Prozent auf 584,98 Zähler nach.

An der Wall Street lag der Dow Jones bei Xetra-Handelsschluss in Deutschland 0,3 Prozent im Plus bei 10 370 Stellen, während der Nasdaq-Index 0,2 Prozent auf 1 985 Punkte verlor.

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