HVB und Schering legen zu
Negativ aufgenommene US-Daten drücken Dax ins Minus

Negativ aufgenommene US-Konjunkturdaten haben den Deutschen Aktienindex (Dax) am Dienstag ins Minus gedrückt. Das Börsenbarometer fiel um 0,4 Prozent auf 3557 Zähler, obwohl der US-Einkaufsmanagerindex im August stärker stieg als von Analysten erwartet.

rtr/dpa FRANKFURT/M. „Ein negativer Aspekt ist der Rückgang des Beschäftigungsindex“, sagte Paul Cherney, Chefökonom der Ratingagentur Standard & Poor's. „Ich denke, der Markt will bessere Arbeitsmarkt-Neuigkeiten hören.“ Der Beschäftigungsindex, der in den Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager einfließt, ging im August zum Vormonat auf 45,9 Punkte von 46,1 Zählern zurück. Der Rückgang signalisiert einen leicht beschleunigten Arbeitsplatzabbau.

Gleichzeitig stieg der Gesamtindex der US-Einkaufsmanager auf 54,7 Stellen von 51,8 Punkten und übertraf damit die Analystenprognosen von 53,8 Zählern. Ein Index-Stand über 50 Punkten deutet auf Wirtschaftswachstum hin.

Auch Börsianer in Deutschland machten negative Teilaspekte des Einkaufsmanagerindexes für die Kursverluste verantwortlich. „Wir sind außerdem heute mehrmals am Widerstand von 3588,53 Punkten gescheitert, daher nehmen jetzt einige Anleger erst einmal Gewinne mit“, sagte ein Händler. Ein Sprung über die genannte Marke würde ein neues Jahreshoch für den Dax bedeuten.

HVB-Aktie wegen Trennung von Hypo Group gefragt

Mit einem Plus von 2,3 Prozent auf 15,19 Euro gehörten die HVB-Titel zu den größten Gewinnern im Dax. „Die geplante Ausgliederung ihres Immobilienfinanzierers wird am Markt positiv aufgenommen, weil dieser Teil der HVB schwach ist und die Trennung den Wert der Bank erhöht“, sagte ein Händler. Der Immobilienfinanzierer Hypo Group soll ab Oktober mit eigenen Aktien an der Börse gelistet werden.

Mit einem Plus von sechs Prozent auf 15,49 Euro lagen jedoch die Titel von Tui an der Spitze der Dax-Gewinner. „Die Aktie hat bei 14,90 Euro einen Widerstand durchbrochen. Das zieht Anschlusskäufe nach sich“, sagte ein Händler.

SAP-Aktie fällt nach Aufstieg in den Stoxx50-Index

Nach ihrem Aufstieg in den Stoxx50-Index der wichtigsten europäischen börsennotierten Unternehmen fielen die Aktien von SAP um 1,6 Prozent auf 113,05 Euro. „Alle hatten fest mit einem Aufstieg gerechnet und daher schon in den letzten Tagen SAP-Aktien gekauft“, sagte ein Händler mit Blick auf den zwölfprozentigen Kursanstieg der vergangenen Woche. „Was wir jetzt sehen, sind Gewinnmitnahmen.“

Die Titel des Walldorfer Software-Herstellers ersetzen zum 22. September diejenigen der Münchener Rück im Stoxx50. Die Aktien des weltgrößten Rückversicherers fielen im Sog des Dax-Rückgangs um 0,5 Prozent auf 96,30 Euro, nachdem sie in der Vorwoche unter anderem wegen des drohenden Abstiegs bereits mehr als zwölf Prozent an Wert verloren hatten.

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