HVB unter Druck
US-Daten retten Dax über 5000 Punkte

Der Deutsche Aktienindex Dax hat die Woche knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 5000 Punkten geschlossen. Aufgehellt wurde die Stimmung zuletzt durch positiver als erwartet ausgefallene Daten vom US-Arbeitsmarkt. Die größten Gewinne verzeichnete der Dialysespezialisten Fresenius Medical Care, der Sportartikelhersteller Adidas-Salomon und Thyssen-Krupp.

HB FRANKFURT. Das wichtigste deutsche Börsenbarometer war wegen wachsender Sorgen um ein Anziehen der Inflation in Europa und der Furcht vor Anschlägen in New York zeitweise unter diese Marke gefallen. Besser als erwartete US-Arbeitsmarktdaten hatten im späten Geschäft aber für Unterstützung gesorgt. Der Dax ging am Freitag nach einer Berg- und-Talfahrt mit einem Minus von knapp 0,2 Prozent auf 5007,77 Punkten aus dem Handel.

„Die Zinsspekulationen sind durch die gestrigen Äußerungen von Trichet verstärkt worden“, sagte Postbank-Händler Norbert Pütz. Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), hatte mit Blick auf den hohen Ölpreis vor wachsenden Inflationsrisiken gewarnt. In dieser Woche hatte die US-Notenbank Fed mit einer ähnlichen Begründung in deutlichen Worten weitere Zinserhöhungen in Aussicht gestellt.

Aufgehellt wurde die Stimnmung zuletzt durch positiver als erwartet ausgefallene Daten vom US-Arbeitsmarkt. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der US-Landwirtschaft fiel dem Arbeitsministerium zufolge im September um 35 000 zum Vormonat. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt ein Minus von 143 000 vorausgesagt.

HVB unter Druck

Unter Druck gerieten im späten Handel die Papiere der HVB. Wie Reuters aus Branchenkreisen erfuhr, wird die italienische Großbank Unicredito ihr Kaufangebot für die Münchener wegen möglicher Kartellbedenken in Polen und Kroatien voraussichtlich um zwei Wochen verlängern. Die HVB-Aktie verbilligte sich bis zum Handelsschluß um mehr als zwei Prozent auf 22,55 Euro und führte damit die Verliererliste im Dax an.

Unter Verkaufsdruck gerieten auch die beiden Index-Schwergewichte E.ON und RWE. Deren Papiere sich um 1,1 Prozent auf 76,82 Euro beziehungsweise um 1,23 Prozent auf 53,73 Euro verbilligten. Börsianer begründeten das Minus mit weiteren Gewinnmitnahmen nach deutlichen Kursanstiegen.

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