Impulsloser Handel
Schweizer Börse zeigt Schwäche

dpa-afx/awp ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag nach einem Handelstag in der Verlustzone negativ geschlossen; der Schlusspunkt lag dabei gut 30 Punkte über dem Tagestief. Am Morgen hatten mit UBS und Nobel Biocare zwei Bluechips Quartalszahlen veröffentlicht, danach erhielt der Markt im Tagesverlauf kaum mehr Impulse. Die Anleger würden den Morgen Mittwoch anstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank abwarten, hieß es im Handel.

Der am Nachmittag in den USA publizierte Index des Verbrauchervertrauens im Oktober war unter Erwartung und laut Marktbeobachtern „enttäuschend“ ausgefallen. Damit habe sich die Hoffnung auf eine Zinssenkung seitens der Fed weiter verstärkt, so der Tenor. Allerdings dürfte eine Zinssenkung zumindest teilweise bereits eingepreist sein.

Der SMI notierte um 17.30 Uhr 68,06 Punkte beziehungsweise 0,76 Prozent tiefer auf 8 939,21 Zählern. Der gekappte Swiss Leader Index (SLI) sank 0,7 Prozent auf 1 376,16 Stellen und der SPI 0,75 Prozent auf 7 301,69 Zähler.

Überragender Spitzenwert am Bluechipmarkt waren Nobel Biocare : Nach klar unter Erwartung ausgefallenen Drittquartalsergebnissen sanken die Aktien des Medtechkonzerns am Vormittag zunächst um gut 3%, arbeiteten sich danach aber in die Gewinnzone vor und schlossen 3,7% höher auf 326,50 Franken. Für Käuferinteresse sorgte laut Marktteilnehmern ein ebenfalls am Morgen angekündigtes Aktienrückkaufprogramm über 352 Mill. Franken.

Den Gegenpol zu Nobel Biocare bildeten im SMI die Papiere von UBS die nach Quartalszahlen 1,3% auf 61,40 Franken hergaben. Die Grossbank vermeldete einen Vorsteuerverlust im Rahmen der vor Monatsfrist bekannt gegebenen und gestern nochmals bestätigten Grössenordnung. Während UBS Terrain hergaben, konnten die Bankenwerte CS (+0,5% auf 76,80 Franken) und deutlicher Julius Bär (+1,6% auf 98,20 Franken) Boden gutmachen.

Auch die Schwergewichte von Nestle lastete mit einem Minus von 1,7% auf 531,50 Franken auf dem SMI . Die Genussscheine von Roche gaben 0,8% auf 196,50 Franken her auf die Nachricht, dass der Pharmakonzern die Übernahmeofferte für das US-Unternehmen Ventana verlängert hat, Ventana lehnt das - in ihren Augen feindliche - Angebot weiterhin ab. Novartis konnten auf der anderen Seite - ohne fundamentale News - 0,2% auf 61,00 Franken zulegen.

Auf der Gewinnerseite schlossen auch Clariant (+1,0% auf 14,40 Franken) tiefer, während Petroplus (-3,5% auf 103,20 Franken), Synthes (-2,7% auf 142,40 Franken) oder Richemont (-2,1% auf 81,10 Franken) klar verkauft wurden. Beim Raffineriebetreiber Petroplus werde aufgrund einer Kombination von schwachem Dollar und neuen Rekordständen beim Ölpreis mit einem schwachen Quartalsergebnis (Publikation 8.11.) gerechnet, hieß es. /jb/ra/AWP/js

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