Index verbucht auf Jahressicht elf Prozent Verlust
Nikkei verabschiedet sich mit Minus von 2007

Der japanische Leitindex Nikkei ist im zu Ende gehenden Jahr 11,1 Prozent gesunken. Es ist der erste Jahresverlust seit fünf Jahren. Der breiter gefasste Topix-Index gab seit Jahresbeginn 12,2 Prozent ab.

HB TOKIO. Am letzten Tokioter Börsentag 2007 belasteten im verkürzten Handel Sorgen über die globale Sicherheitslage nach der Ermordung der pakistanischen Oppositionsführerin Benazir Bhutto die Stimmung. Zudem setzte ein festerer Yen Exportwerte unter Druck.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging im Vergleich zum Vortag am Freitag mit 1,65 Prozent Verlust bei 15 307 Punkten aus dem Handel. Der Topix verlor 1,62 Prozent auf 1 475 Punkte.

Auch die Börsen in Hongkong, Seoul und Singapur tendierten im Minus. Einzig die Börse in Taiwan verbuchte unter den asiatischen Handelsplätzen Gewinne und schloss um ein Prozent fester.

In Tokio mussten vor allem Exportwerte wie Canon Federn lassen. Die Aktie des Kameraherstellers gab um 2,62 Prozent nach. Investoren ließen sich vom stärkeren Yen abschrecken.

Zudem zeigte die andauernde Sorge um die US-Wirtschaft und die weltweite Kreditkrise Wirkung. Der letzte Handelstag stehe symbolisch für den Handel im Gesamtjahr, sagte Hitoshi Yamamoto von Fortis Asset Management Japan. "Das ist wie eine Warnung des Markts, dass das Kreditproblem auch im kommenden Jahr noch bestehen wird und nicht leicht zu lösen ist."

Im Jahresverlauf mussten vor allem Bankenwerte Verluste hinnehmen, so verlor die wichtigste japanische Bank Mitsubishi UFJ Financial Group in den vergangenen zwölf Monaten nahezu 30 Prozent. Die Tokioter Börse bleibt bis einschließlich 3. Januar geschlossen. Am 4. Januar wird halbtags gehandelt. Erst am 7. Januar wird der Handel wieder vollständig aufgenommen.

Der Preis für US-Öl stieg am Freitag in Fernost auf rund 97 Dollar und näherte sich damit allmählich wieder seinem Rekordhoch von November. Die jüngsten US-Lagerdaten hatten am Vortag die niedrigsten Vorräte seit fast drei Jahrzehnten ausgewiesen und den Preis für leichtes US-Rohöl auf ein Monatshoch von 97,79 Dollar je Barrel (159 Liter) getrieben.

Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,4619 Dollar nach 1,4605 im späten US-Handel. Der Dollar notierte bei 113,02 Yen. Ein Euro kostete 165,23 Yen.

In New York hatte der Dow-Jones -Index der Standardwerte am Donnerstag 1,42 Prozent tiefer geschlossen bei 13 359 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 1,43 Prozent auf 1 476 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq büßte 1,75 Prozent auf 2 676 Punkte ein.

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