Indizes verlieren mehr als ein Prozent
Verluste auf breiter Front an den US-Börsen

Die von Rekord zu Rekord eilenden Ölpreise haben die Kurse der Aktien an der Wall Street am Donnerstag ins Minus gedrückt. Zur schlechten Stimmung auf dem New Yorker Börsenparkett trugen zudem enttäuschende Zahlen wie die des Computerkonzerns Hewlett-Packard (HP) bei.

HB NEW YORK. Der Leitindex Dow Jones schloss 1,2 Prozent im Minus bei 9815 Punkten, nachdem er im Tagesverlauf zwischen 9808,54 und 9936,48 Zählern geschwankt hatte. Der breiter gefasste S&P 500 verlor ebenfalls 1,2 Prozent auf 1063 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um 1,7 Prozent auf 1752 Zähler. „Wir haben HP und wir haben das Öl und außerdem die schlechten Zahlen der vergangenen Tage“, erklärte der Händler Weston Boone von Legg Mason Wood Walker die Kursverluste. „Wir sehen dort draußen überhaupt keine positiven Nachrichten.“

Händler Brian Williamson von The Boston Co Asset Management sagte: „Wir sehen den kumulierten Effekt von Hewlett-Packard, teurerem Öl, höheren Leitzinsen, nicht so tollen Unternehmensausblicken für das dritte Quartal und zudem von allgemeinen Konjunkturdaten.“ Der US-Einzelhandel setzte im Juli Daten vom Donnerstag zufolge zwar wieder mehr um, blieb aber wegen der anhaltend hohen Energiepreise hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

Ein Barrel (knapp 159 Liter) US-Leicht-Öl verteuerte sich bis auf 45,75 Dollar und damit den höchsten Stand seit Einführung des Handels mit Öl-Futures. Händler machten dafür vor allem die US-Militäroffensive gegen Anhänger des radikalen Schiiten-Predigers Moktada al-Sadr im irakischen Nadschaf verantwortlich. Daneben belasteten ein Rückgang der US-Lagerbestände an Rohöl und ein wetterbedingter Produktionsrückgang um 25 Prozent am Golf von Mexiko den Ölmarkt. Hinzu kamen Sorgen um geringere Exporte aus Venezuela angesichts einer bevorstehenden Volksabstimmung über den Amtsverbleib von Präsident Hugo Chavez sowie die Turbulenzen um den russischen Konzern Yukos. „Zuletzt ist am Ölmarkt alles schief gegangen“, sagte Rohstoff-Analyst David Thurtell von der Commonwealth Bank of Australia angesichts dieser langen Liste negativer Faktoren. „Wollte man das denkbar schlimmste Szenario aufzeichnen, könnte man es kaum besser machen.“

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