Indizes von Rohöldaten gestützt: Energiewerte lassen Wall Street im Plus schließen

Indizes von Rohöldaten gestützt
Energiewerte lassen Wall Street im Plus schließen

Der Anstieg des US-Ölpreises auf ein Vier-Monats-Hoch und damit einhergehende Gewinne führender Energiewerte wie Exxon Mobil haben am Donnerstag die Kurse an der Wall Street in die Höhe getrieben. Unterstützung lieferten Händlern zufolge Gerüchte über eine bevorstehende Höherstufung des Halbleiterbereichs.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Geschäftsverlauf zwischen einem Hoch von 10 755 und einem Tief von 10 647 Zählern. Er verließ den Markt 0,7 Prozent höher mit rund 10 748 Punkten. Der S&P-500-Index zog um 0,79 Prozent auf etwa 1 200 Zähler an. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte sogar um 1,01 Prozent auf rund 2051  Punkte vor.

Händler begründeten den Anstieg des Preises für US-Rohöl auf zeitweise mehr als 52 Dollar mit der Erwartung, dass die winterliche Witterung im Nordosten der USA noch eine Weile anhalten und damit die Nachfrage nach Heizöl hoch bleiben werde. Deshalb seien die Aktien-Kurse der Energiekonzerne gestiegen.

Zugleich sorgten sich die Anleger aber, weil die hohen Energiekosten die Verbraucher zur Kaufzurückhaltung veranlassen könnten, was die Unternehmensgewinne schmälern würde. "Ein Fall der Ölpreise unter 40 Dollar würde am Markt Optimismus verbreiten", sagte Michael Bee, Stratege bei Boyd Watterson Asset Management. John Caldwell von der McDonald Financial Group erklärte: "Wir glauben nicht, dass die Ölpreise auf diesem Niveau bleiben. Wir denken, dass Preise in den niedrigen Vierzigern angemessen wären und das ist es, was dem Markt einen Anstoß geben würde".

Nutznießer der erneuten Verteuerung des Öls waren große Energiekonzerne wie Exxon Mobil, deren Aktien sich um fast 3 Prozent auf 61,13 Dollar verteuerten. Von den Anlegern gefragt waren auch die Titel des Konkurrenten Conoco Phillips, die um knapp 2,8 Prozent auf 110,18 Dollar anzogen.

Eine Abstufung der Internet-Konzerne Google und Yahoo durch RBC Capital Markets veranlasste die Anleger zu umfangreichen Verkäufen, was die Kurse der beiden Schwergewichte deutlich zurückfallen ließ. Google-Aktien verloren dabei gut 2,6 Prozent auf 188,89 Dollar. Die Titel von Yahoo büßten knapp 2 Prozent auf 31,48 Dollar ein. "Diese Unternehmen sind sehr hoch bewertet und aus fundamentaler Sicht scheinen die Papiere zu teuer zu sein und dürften auch weiterhin Kursschwankungen unterworfen sein", kommentierte Bee.

Vorsichtiger Ausblick von Viacom enttäuschte Investoren

Auch ein enttäuschendes Ergebnis im vierten Quartal und ein vorsichtiger Ausblick des Medienkonzerns Viacom schreckte die Investoren ab. "Viacom hat einen vorsichtigen Ausblick geliefert. Es bleibt anzuwarten, ob das Wachstum 2005 ausreichend sein wird", sagte Caldwell. Die Aktien des Unternehmens fielen um mehr als zwei Prozent auf 35,00 Dollar.

Das Interesse der Anleger weckte die Ankündigung, der Telekomkonzern Qwest wolle sein milliardenschweres Angebot zur Übernahme des Konkurrenten MCI aufbessern und damit den Wettbewerber Verizon aus dem Rennen schlagen. Der Markt honorierte dies mit einem kräftigen Plus der Qwest-Papiere von 3,7 Prozent auf 4,20 Dollar. MCI-Titel gewannen gut 1,1 Prozent auf 23,21 Dollar. Dagegen verloren die Anteile von Verizon leicht auf 35,50 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,52 Milliarden Aktien den Besitzer. 2 301 Werte legten zu, 1 070 gaben nach und 138 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,03 Milliarden Aktien 1905 Werte im Plus, 1217 im Minus und 153 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 6/32 auf 97-21/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 4,289 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 5/32 auf 110-17/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,671 Prozent.

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