Infineon bleibt Schlusslicht
Gesunkener Ölpreis lässt Dax im Plus schließen

Eine leichte Entspannung beim Ölpreis hat am Dienstag für moderate Kursgewinne des Deutschen Aktienindex (Dax) gesorgt.

FRANKFURT/M. Ein leichter Rückgang des Ölpreises hat dem Deutschen Aktienindex (Dax) am Dienstag zu moderaten Kursgewinnen verholfen. Ein Auftragsrekord in der Nutzfahrzeug-Sparte verhalf der Aktie des MAN-Konzerns zu einem deutlichen Kursplus.

Der Dax schloss 0,5 Prozent höher bei 4 363 Punkten. „Der fallende Ölpreis trägt zur Erholung am Aktienmarkt bei, aber man muss jetzt abwarten, ob der Rückgang auch von Dauer ist“, sagte ein Händler. Seit Tagen schon beklagen Händler das niedrige Handelsvolumen. „Keiner weiß so recht, was er tun soll. Alle warten auf Hinweise, wie es weiter geht am Markt“, sagte ein Händler.

Börsianer hoffen nun darauf, dass die demnächst beginnende US-Berichtssaison Impulse für die Kurse liefern wird. Am Mittwoch legt der Aluminiumkonzern Alcoa als erstes Mitglied des US-Standardwerteindex Dow Jones Zahlen zum abgelaufenen Quartal vor.

Der Ölpreis entfernte sich von seinem Rekordhoch von Montag bei 58,28 Dollar wieder etwas. Ein Barrel (rund 159 Liter) leichtes US-Öl kostete am Terminmarkt am Abend rund 57 Dollar.

MAN-Aktie profitiert von Auftragsrekord

Mit Aktienkäufen honorierten die Anleger das Auftragsplus in der Nutzfahrzeugsparte von MAN im ersten Quartal. Die Titel des Maschinen- und Nutzfahrzeugbauers gewannen 2,9 Prozent auf 35,87 Euro und führten damit die Dax-Gewinnerliste mit Abstand an.

„Die hohen Auftragseingänge im ersten Quartal und die Konkretisierung des Gewinnziels, beim Ebit 2005 in der Nutzfahrzeugsparte 100 Millionen Euro mehr als im Vorjahr erzielen zu wollen, sind positiv zu werten“, sagte LBBW-Analyst Stephan Droxner. „Möglicherweise hebt MAN die Prognose im weiteren Jahresverlauf nochmals an, sollte man weiterhin starke Auftragseingänge sehen.“

Ihre Kursverluste vom Vortag setzten die Titel des Chipproduzenten Infineon fort, die 1,2 Prozent auf 7,21 Euro einbüßten. Ein Händler sah keinen direkten Grund für den Kursrückgang. „Aber sollte die Aktie nachhaltig unter die wichtige Marke bei 7,19 Euro fallen, könnte es noch mal runtergehen bis auf die Tiefstkurse im Januar um 6,80 Euro“, ergänzte er.

Salzgitter sucht Fusionspartner

Mit einem Plus von 2,8 Prozent reagierten die Aktien des Stahlkonzerns Salzgitter im MDax auf die öffentliche Suche von Vorstandschef Wolfgang Leese nach einem Fusionspartner. Händler mahnten jedoch zur Vorsicht. „Die Frage ist doch: Will das Land Niedersachsen seine Sperrminorität verkaufen? Dann kommt Übernahmefantasie in die Aktie“, sagte ein Börsianer.

Nur zeitweise profitierten die Aktien von KarstadtQuelle von Berichten über einen Interessenten für die 75 kleineren Karstadt-Filialen. Wie Reuters aus Branchenkreisen erfuhr, bietet der Finanzinvestor BC Partners dafür mehr als 400 Millionen Euro. „Der Preis, den BC Partners angeblich bietet, liegt noch weit unter den Vorstellungen von Karstadt. Aber vielleicht ist der Konzern am Ende gezwungen, seine Vorstellungen zurückzuschrauben, schließlich braucht er derzeit Geld“, sagte ein Börsianer. Die Papiere kletterten zeitweise bis zu 2,8 Prozent, drehten dann aber sogar ins Minus und schlossen 0,4 Prozent tiefer.

Im TecDax verloren die Aktien des Anlagenbauers Aixtron fünf Prozent. Das Bankhaus MM Warburg hatte zuvor empfohlen, die Titel zu verkaufen.

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