Infineon ist Tagessieger
Microsoft bringt Dax Gewinne

Der optimistische Ausblick des weltgrößten Softwarekonzerns Microsoft hat am Freitag dem deutschen Aktienmarkt einen Schub verliehen. Da die amerikanischen Konjunkturdaten zur Verbraucherzuversicht aber nicht ganz so positiv wie erwartet ausgefallen waren, entfernten sich die deutschen Aktien wieder von ihren Tageshöchstständen.

HB/dpa FRANKFURT/M. Der Dax schloss mit einem Plus von 1,1 Prozent bei 3366,71 Punkten, während er zuvor bis auf 3378 Punkte gestiegen war. Der MDax verbesserte sich ebenfalls um 1,1 Prozent auf 3716,92 Zähler. Der TecDax stand bei Börsenschluss bei 453,47 Punkten - ein Plus von 0,6 Prozent.

Kurstreiber waren vor allem Technologie- und Finanztitel. Neben Microsofts Ausblick trug auch der unerwartet niedrige Quartalsverlust des schwedischen Mobilfunkausrüsters Ericsson zum positiven Gesamtumfeld bei, waren sich Händler einig. In der kommenden Woche könnten aber Gewinnmitnahmen die Börsen belasten. Ein Großteil positiver Nachrichten wurde in den vergangenen Wochen in den Kursen schon vorweggenommen, meinte zum Beispiel die DZ Bank.

Ericsson hatte die Marktteilnehmer mit einem niedrigeren Verlust als erwartet überrascht. Bis Jahresende wollen die Schweden außerdem profitabel arbeiten. Microsoft stellte Umsatzsteigerungen in Aussicht. Das waren Ankündigungen, die den meisten Technologie- Titeln zugute kamen: Infineon-Aktien standen mit einem Plus von 4,7 Prozent auf 11,11 Euro an der Spitze des Dax. Hier setzen einige Marktteilnehmer außerdem auf positive Signale zum Geschäftsverlauf, wenn Infineon am Dienstag Quartalsbilanz zieht. Der Grund: Die DRram- Chip-Preise sind zuletzt unerwartet stark gestiegen.

SAP-Aktien erholten sich nur leicht von den schwachen Quartalszahlen des Vortages und dem damit verbundenen Kursverlust von mehr als sechs Prozent. Die Papiere notierten am Freitag um 0,4 Prozent fester bei 102,00 Euro. Siemens-Aktien kosteten 47,41 Euro - ein Aufschlag von 1,3 Prozent.

Finanzwerte legten überdurchschnittlich zu. Commerzbank-Aktien stiegen um 3,2 Prozent auf 13,56 Euro. Die Deutsche Bank hatte das Kursziel von 7,30 auf 11,20 Euro angehoben. DrKW stufte unterdessen Fresenius Medical Care von „Add“ auf „Reduce“ ab, was die Aktie um 1,4 Prozent auf 45,29 Euro drückte.

Im MDax verlor der Flughafenbetreiber Fraport im elektronischen Handel drei Prozent seines Börsenwertes. Die Aktie kostete 20,50 Euro. Die Bundesregierung erwägt nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ den Verkauf von Anteilen am Frankfurter Flughafen.

Auf dem internationalen Börsenparkett bot sich ein freundliches Bild. In New York gewann der Dow Jones ein Prozent auf 9139 Punkte. Der Nasdaq Composite stieg um 0,4 Prozent auf 1705 Punkte. Der EuroStoxx 50 gewann bis Handelsende 0,4 Prozent auf 2458,92 Zähler.

Der Rentenmarkt war wenig verändert. Der Rex verlor 0,01 Prozent auf 119,10 Punkte. Der Bund Future stieg nach etwas schwächer als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten um 0,1 Prozent auf 115,37 Punkte. Die Umlaufrendite blieb bei 3,68 Prozent. Der Euro legte am Nachmittag kräftig zu und überschritt zeitweise knapp die Marke von 1,13 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuvor den Referenzkurs auf 1,1205 (Donnerstag: 1,1231) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8925 (0,8904) Euro.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%