Inflationssorgen lasten auf Kursen
US-Börsen schließen uneinheitlich

Der amerikanische Aktienmarkt hat sich zum Wochenauftakt uneinheitlich präsentiert. Während die Standardwerte am Montag leicht ins Minus rutschten, legten Technologieaktien leicht zu.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index für 30 Blue Chips fiel um 33,22 Zähler auf 10 535,48 Punkte. Im Geschäftsverlauf hatte er sich zwischen 10 609 und 10 524 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab um 0,17 Prozent auf 1227 Zähler nach. Der technologieorientierte Nasdaq-Index hingegen stieg um 3,74 Zähler auf 2 155,43 Punkte.

Händler begründeten die schwächere Tendenz mit Inflationssorgen der Anleger. Überraschend positive US-Konjunkturdaten ließen die Furcht vor weiteren Zinserhöhungen in den USA wieder aufleben. Technologiepapiere profitierten dagegen von Kursgewinnen bei Schwergewichten wie dem Computer-Konzern Apple.

Der an den Finanzmärkten stark beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager ist nach Berechnungen des Institute for Supply Management (ISM) im September überraschend kräftig gestiegen. Analysten hatten dagegen eine Rückgang erwartet. Zudem hatte der Index der bezahlten Preise stark zugelegt. „Die ISM-Daten treiben heute den Markt an. Es sieht nach einer starken Wirtschaft aus mit einem höheren Risiko, dass die Inflation außer Kontrolle geraten könnte. Die (US-Notenbank) Fed wird noch stärker gegen die Gefahr angehen“, sagte Brian Gendreau von ING Investment Management. Michael Malone von S.G. Cowen kommentierte die Daten mit den Worten: „Die ISM-Preise sind höher ausgefallen als erwartet und das hat einige Inflationssorgen ausgelöst.“

Die Erwartung steigender Zinsen nährte auch der Präsident der Fed von Atlanta, Jack Guynn. Er sagte in einem Interview, die Währungshüter hätten noch ein Stück Weg im Kampf gegen die Inflation vor sich. Die Börse fürchtet steigende Zinsen, weil sie für Verbraucher und Unternehmen die Geldbeschaffung verteuern. Dass sich zudem die hohen Benzinpreise auf die Ausgaben der Verbraucher auswirken könnten, mache den Händlern zusätzliche Sorgen, sagte Malone. Jüngsten Daten zufolge ist der Benzinpreis in den USA auf 2,93 Dollar je Gallon und damit den dritt-höchsten Stand überhaupt gestiegen.

Nachgebende Ölpreise ließen zugleich in den Augen der Anleger die Attraktivität der Aktien von Energiekonzernen sinken. Sie verkauften deshalb Papiere wie die des weltgrößten Ölkonzerns Exxon Mobil und drückten damit deren Kurs um fast 1,7 Prozent auf 62,49 Dollar. Auch eine Senkung des Kursziels der Titel des weltgrößten Aluminiumkonzerns Alcoa durch die Investmentbank UBS verstanden die Investoren offenbar als Aufforderung zum Verkaufen. Der Kurs der Aktie gab knapp 2,3 Prozent auf 23,87 Dollar nach.

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