Intel-Ausblick belastet die Kurse
US-Börsen schließen im Minus

Der Ausblick des weltgrößten Chipherstellers Intel hat die Anleger enttäuscht. Das hat am Mittwoch den gesamten US-Aktienmarkt belastet, besonders die Technologie-Titel standen unter Druck.

HB NEW YORK. Der Leitindex Dow Jones verlor 0,4 % auf knapp 10 209 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss um ein Drittel Prozent im Minus bei 1111 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq büßte im Sog des Intel-Ausblicks 0,9 % auf knapp 1915 Zähler ein.

Für Druck auf die Kurse sorgte nach Einschätzung von Händlern auch ein deutlicher und rasanter Anstieg der Ölpreise. Ein Barrel (knapp 159 Liter) der führenden Nordseesorte Brent zur Lieferung im August verteuerte sich um 1,85 Dollar auf 38,55 Dollar. Das Barrel US-Leicht-Öl kletterte zunächst auf 41,12 Dollar - eine Steigerung von 1,68 Dollar - sank später aber wieder unter 41 Dollar. Händler begründeten den Anstieg mit technischen Käufen, nachdem der Preis für US-Öl an die Marke von 40 Dollar herangekommen sei.

Verkauft wurden in New York vor allem Technologie-Aktien. „Der Technologiemarkt bekommt einen wirklich schweren Schlag verpasst. Das liegt offensichtlich alles an Intel“, sagte Händler David Memmot von Morgan Stanley. Intel hatte am Vorabend zwar höhere Umsätze und Gewinne für das zweite Quartal veröffentlicht, aber seine Erwartung für die Bruttogewinnmarge im laufenden Jahr leicht gesenkt.

Intel-Aktien büßten am Mittwoch mehr als zehn Prozent auf 23,38 Dollar ein. Nicht alle Technologiewerte folgten aber der Entwicklung von Intel, dessen Zahlen in der Regel als richtungweisend für die gesamte Branche gelten. Die Anteilsscheine des Softwareherstellers Microsoft legten fast zwei Prozent auf 28,13 Dollar zu. Einen kräftigen Kurssprung von fast zwölf Prozent nach oben machten die Aktien des Netzwerkausrüsters Juniper Networks, die sich auf 24,59 Dollar verteuerten. Zwar war das Unternehmen im zweiten Quartal insgesamt in die roten Zahlen gerutscht, doch ohne Sonderposten im Zusammenhang mit einer Übernahme verbuchte das Unternehmen einen Gewinn, der die Analystenerwartungen um das Doppelte übertraf.

Zu den Gewinnern gehörten auch die Aktien von McDonald's. Sie legten mehr als vier Prozent auf 2779 Dollar zu, nachdem das Unternehmen nach vorläufigen Berechnungen im zweiten Quartal seinen Gewinn bei Rekordumsätzen um 27 % zum Vorjahr steigerte.

Insgesamt wechselten an der New York Stock Exchange rund 1,5 Mrd. Aktien den Besitzer. 1566 Werte legten dabei zu, während 1714 nachgaben und 165 unverändert blieben. An der Nasdaq gingen bei Umsätzen von 2,1 Mrd. Aktien 1142 mit Gewinnen, 1921 mit Abschlägen und 182 unverändert aus dem Handel. An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 2/32 auf 102-4/32 Punkte. Sie rentierten mit 4,480 %. Die 30-jährigen Bonds gaben 3/32 auf 102-8/32 Zähler nach und erzielten eine Rendite von 5,217 %.

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