Intel-Ausblick belastet - Euro sinkt
Asiens Aktienmärkte im Minus

Ein enttäuschender Umsatzausblick des weltgrößten Chipherstellers Intel sowie steigende Inflationssorgen haben am Mittwoch die asiatischen Aktienmärkte nach Angaben von Händlern belastet.

HB SINGAPUR. Der Euro lag mit rund 1,1933 Dollar unter seinem Vorabendniveau in New York und unweit seines Drei-Monatstiefs zur US-Währung von weniger als 1,19 Dollar. Der Preis für ein Barrel US-Leichtöl sank unter 63 Dollar pro Barrel (rund 159 Liter).

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,67 % schwächer bei 13 129 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index lag bis Handelsschluss 0,93 % im Minus bei 1379 Zählern. Der Nikkei hatte bereits an den fünf vergangenen Handelstagen Verluste verzeichnet, nachdem er am 4. Oktober noch auf dem höchsten Stand seit vier Jahren geschlossen hatte. Der am Vorabend nach US-Börsenschluss vorgelegte Quartalsbericht von Intel belastete vor allem Technologietitel, wie die Aktien von Advantest, der weltgrößte Hersteller von Zubehör für das Testen von Chips. Die Titel verloren mehr als drei Prozent.

Intel konnte seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal dank starker Nachfrage in allen Produktbereichen zwar steigern, enttäuschte die Anleger aber mit dem Umsatz-Ausblick. Die Intel-Aktie fiel nachbörslich um drei Prozent. Auch die Aktienmärkten in Hongkong, Taiwan und Singapur lagen im Minus. Der Markt in Südkorea sank um mehr als zwei Prozent - so tief wie seit fast fünf Wochen nicht mehr.

Zum Yen hielt sich der Dollar nahe seines Zwei-Jahres-Hochs, nachdem Vertreter der US-Notenbank (Fed) erneut auf weiter steigende Leitzinsen in den USA hingedeutet hatten. Die US-Währung wurde bei 115,75 Yen gehandelt. Am Dienstag war sie in der Spitze auf 115,94 Yen geklettert - der höchste Stand seit September 2003.

Die US-Notenbank Fed muss nach Einschätzung der Chefin der Fed von San Francisco, Janet Yellen, und des Fed-Vize-Chefs Roger Ferguson gewährleisten, dass der Inflationsdruck nicht außer Kontrolle gerät. „Eine Option, die ganz klar nicht in Frage kommt, ist, einen unannehmbaren Anstieg der Inflation zuzulassen“, sagte Yellen.

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