Intel führt Verliererliste im Dow an
US-Aktien leiden unter Öl und Arbeitsmarktzahlen

Ein enttäuschend geringer Zuwachs an neuen Arbeitsplätzen in den USA und die von Rekord zu Rekord steigenden Ölpreise haben die Kurse an der Wall Street ins Minus gedrückt. Sie wogen die positiven Auswirkungen des Quartalsergebnisses des US-Mischkonzerns General Electric mehr als auf.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor bis zum Handelsschluss 0,7 Prozent und notierte bei einem Stand von 10.055,20 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab um 0,27 Prozent auf etwa 1128,40 Punkte nach. An der Technologiebörse Nasdaq büßte der Composite Index deutlich ein. Er schloss mit einem Minus von 1,5 Prozent bei 1919,97 Punkten.

„Der Markt ist im Minus wegen der enttäuschenden Arbeitsmarktzahlen. Außerdem gibt es Sorgen wegen der Ölpreise. Das schafft eine negative Stimmung, die den Markt belastet,“ sagte Burton Schlichter, Analyst bei Lind-Waldock & Co. Die Zahl der im September neu geschaffenen Arbeitsplätze in den USA außerhalb der Landwirtschaft blieb mit 96.000 deutlich unter den Erwartungen der Finanzmärkte zurück. Die Sorge um Arbeitsplätze ist nach Umfragen das wichtigste Thema für die Wähler. In den Wahlkampflagern von US-Präsident George W. Bush und seinem Herausforderer John Kerry dürfte der letzte Arbeitsmarktbericht vor der Wahl am 2. November Zündstoff für das Rededuell der beiden Kandidaten in der Nacht zu Samstag bieten.

Händlern zufolge nährten zudem die Ölpreise, die am Freitag auf neue Rekordstände stiegen, die Furcht der Investoren, die hohen Energiekosten könnten sowohl die Unternehmensgewinne als auch die Verbraucherausgaben schmälern. Der Preis für leichtes US-Öl notierte zum Handelsschluss an der New Yorker Warenterminbörse bei 53,31 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter). Von den höhen Ölpreisen profitierten jedoch die Aktien der großen Energiekonzerne, wie Exxon Mobil, die 0,2 Prozent auf 49,84 Dollar zulegten.

Alcoa-Aktie gibt deutlich nach

Die Dividendenpapiere des Mischkonzerns General Electric mit Geschäftsbereichen von Flugzeug-Triebwerken bis zum Medienunternehmen NBC Universal verloren nach anfänglichen Kursgewinnen bis Handelsschluss 064 Prozent auf 33,74 Dollar. Der Konzern hatte zuvor von einem Gewinnplus im dritten Quartal von mehr als zehn Prozent berichtet. Einbußen von 2,0 Prozent auf 33,40 Dollar verzeichneten auch die Aktien des Aluminiumkonzerns Alcoa. Das Unternehmen hatte am Vorabend eine leichte Gewinnsteigerung für das dritte Quartal ausgewiesen, wogegen einige Analysten ein stärkeres Plus erwartet hatten.

Gefragt waren dagegen die Papiere des Telekomkonzerns AT&T. AT&T-Aktien legten um rund 0,93 Prozent auf 15,18 Dollar zu, nachdem der Konzern einen Abbau von rund 7000 Stellen angekündigt hatte.

Nach einer Höherbewertung durch die Investmentbank UBS fanden sich auch für die Titel der Kaffeehaus-Kette Starbucks neue Käufer. Der Aktienkurs zog um 0,64 Prozent auf 47,39 Dollar an.

Eine Warnung des Pharmakonzerns Johnson & Johnson vor möglicherweise erhöhtem Blutkrebsrisiko durch sein Rheuma- und Arthritismittel Remicada ließ die Titel des Unternehmens um mehr als ein Prozent auf 55,32 Dollar zurückfallen. Die Papiere des Konkurrenten Merck & Co, der zuvor sein Arthritismittel Vioxx wegen der Gefahr von Herzanfällen vom Markt genommen hat, verloren gut 2,1 Prozent auf 30,34 Dollar.

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