International Aktienhandel
Osteuropa-Börsen: Deutliche Aufschläge bei Finanzaktien

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Dienstag sehr fest aus dem Handel gegangen. Finanzitel verzeichneten im Einklang mit der Entwicklung an den übrigen europäischen Börsen kräftige Aufschläge.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Dienstag sehr fest aus dem Handel gegangen. Finanzitel verzeichneten im Einklang mit der Entwicklung an den übrigen europäischen Börsen kräftige Aufschläge.

Polnische Bankenwerte Sehr Stark

An der Warschauer Börse stieg der WIG-20 um 4,67 Prozent auf 1903,39 Punkte und notierte nach fast drei Wochen wieder über der Marke von 1900 Zählern. Der breiter gefasste WIG-Index schloss 4,02 Prozent höher bei 29 600,45 Zählern.

Unter den Bankwerten schossen Pekao um 6,7 Prozent auf 133,90 Zloty in die Höhe und Bre Bank kletterten um 6,6 Prozent auf 194,70 Zloty. Bank Zachodni beendeten den Handel 4,7 Prozent fester bei 122,40 Zloty.

PKO Bank waren vor den am Freitag anstehenden Quartalszahlen gut gesucht und legten kräftig um 7,8 Prozent auf 33,75 Zloty zu. Analysten erwarten unterm Strich einen Periodenüberschuss von 939 Mill. Zloty im dritten Quartal, was ein Anstieg von 25,9 Prozent auf Jahressicht wäre.

Titel des Medienkonzerns TVN erhöhten sich um 4,3 Prozent auf 14,60 Zloty und zeigten sich damit den dritten Tag in Folge mit Gewinnen. TVN konnte die Zuschauerquote im Oktober von 17,5 im Vorjahr auf 19,4 Prozent steigern. Agora stiegen um 4,6 Prozent auf 20,40 Zloty. Der größte polnische Verlag plant ein neues Aktienrückkaufprogramm nach dem abgeschlossenen Kauf von Aktien in Höhe von 71 Mill. Zloty.

Budapester Indexschwergewichte Sehr Fest

Die Budapester Börse schloss nach der Kursrally vom Vortag erneut mit kräftigen Kursaufschlägen. Der Leitindex BUX kletterte um 3,86 Prozent auf 14 743,34 Punkte.

Die ungarische Notenbank (NBH) hatte bekanntgegeben, künftig auch Anleihen mit einem schlechteren Rating als "A" zu akzeptieren. Ab Mitte November werde sie auch Anleihen mit einem Rating von mindestens "BBB-" annehmen. Die Notenbank akzeptiert Forint-Anleihen inklusive hypothekarisch gesicherter Schuldverschreibung, die an der Budapester Börse gehandelt werden.

Aktien der OTP Bank schossen um 8,75 Prozent auf 3 665 Forint in die Höhe und zogen den BUX mit sich nach oben. Die OTP-Aktie ist mit rund 24 Prozent im BUX gewichtet und nach den Papieren der MOL der zweitschwerste Wert.

MOL - Titel legten um 3,3 Prozent auf 12 980 Forint zu. Der ungarische Öl- und Gaskonzern hatte fünf neue Tankstellen in Rumänien eröffnet und die Zahl der Verkaufsstellen damit auf 130 erhöht. Die fünf Tankstellen kosteten rund 3,5 Mill. Euro. Das Unternehmen plant den Marktanteil in Rumänien noch in diesem Jahr auf zwölf Prozent zu erhöhen.

Mit Magyar Telekom konnte ein weiteres Indexschwergewicht in der Gewinnzone schließen und gewann 2,31 Prozent auf 664 Forint. Damit trotzten die Aktien einer Studie des Investmenthauses Wood & Company über den osteuropäischen Telekommunikationssektor, in dem die Magyar Telekom angesichts der aktuellen Turbulenzen der ungarischen Wirtschaft als keine optimale Investmentmöglichkeit bezeichnet wird. Die Analysten bewerten die Aktie in einer Ersteinstufung mit dem Anlagevotum "Hold".

Energietitel IM Prager Leitindex Sehr Stark

Auch die Prager Börse baute ihre Kursgewinne vorm Vortag im Einklang mit den europäischen Leitbörsen aus. Nachdem der Leitindex PX Anfang vergangener Woche auf ein Mehrjahrestief gefallen war, ist der Index seither um fast 33,7 Prozent gestiegen. Der PX stieg am Dienstag um 3,78 Prozent auf 935,4 Zähler.

An der Spitze des Kurszettels schlossen New World Resources (NWR) mit einem Plus von 15,97 Prozent auf 122,10 Kronen. Die polnische Kohleförderung könnte fallen, während sich die Nachfrage in Polen erhöhe, berichteten Medien. Dies hätte einen Rückgang der Kohleimporte von Polen in die Tschechische Republik zur Folge, was die Position von NWR in der Preissetzung stärke, so Analysten.

Aktien von CEZ , dem größten Energiekonzern des Landes, kletterten um 8,29 Prozent auf 887 Kronen. CEZ hatte am Montagabend angekündigt, kein Angebot für den polnischen Energiekonzern Enea zu unterbreiten. Analysten bewerteten diesen Schritt positiv, da dadurch die kurzfristige finanzielle Bewegungsfreiheit des Unternehmens beibehalten werde.

Auch die Titel des Versicherers Vienna Insurance Group (VIG) stiegen stark um 12,21 Prozent auf 579,10 Kronen. Die österreichische Versicherungsgruppe Uniqa Versicherungen hat die Übernahme der viertgrößten rumänischen Versicherung Unita von der VIG abgeschlossen.

In einer Studie zu den osteuropäischen Telekommunikationsanbieter hatten die Analysten von Wood & Company den tschechischen Anbieter Telefonica O2 zu ihrem "Top Pick" gewählt. Gleichzeitig bekräftigten sie das Anlagevotum "Buy" für die Aktien. Die Telefonica-Papiere zeigten sich von der Studie unbeeindruckt und ließen um 0,67 Prozent auf 400,50 Kronen nach.

Titel von Central European Media Enterprises CME büßten 6,45 Prozent auf 487,50 Kronen ein. Die Analysten von Moody"s hatten den Ausblick für den Schuldenstand des Unternehmens von "stable" auf "negative" gesenkt, nachdem CME die Gewinnerwartungen nach unten revidiert hatte.

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