International Aktienhandel
Osteuropa-Börsen im Sog der Wall Street

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Donnerstag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Wie auch an den anderen europäischen Börsen litten die Notierungen unter enttäuschenden Arbeitsmarktdaten aus den USA.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Donnerstag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Wie auch an den anderen europäischen Börsen litten die Notierungen unter enttäuschenden Arbeitsmarktdaten aus den USA. So ist die US-Arbeitslosenquote im Juni auf 9,5 Prozent geklettert und damit auf den höchsten Stand seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Die größte Volkswirtschaft der Welt büßte nach Mitteilung des US-Arbeitsministeriums überdies im vergangenen Monat 467 000 Jobs ein und damit deutlich mehr als von Experten erwartet. Volkswirte hatten mit einem Verlust zwischen 350 000 und 365 000 Jobs gerechnet.

Der Warschauer WIG-20 fiel um 2,24 Prozent auf 1 841,04 Punkte. Der breiter gefasste WIG-Index sank um 1,42 Prozent auf 30 252,24 Zähler. Unter den Einzelwerten sackten die Papiere von Kghm Polska Miedz um 4,7 Prozent auf 79 Zloty ab. Die Kupferpreise hatten sich an den Warenterminbörsen schwächer entwickelt und so die Aktien des Kupferproduzenten mit nach unten gezogen. Zudem wurde bekannt, dass Kghm am 10. Juli ein Angebot über Aktienanteile von Wpec Legnica abgeben könnten. Das Paket könnte eine Größe von 200 Mill. Zloty haben, so wird geschätzt. Das Angebot soll durch die Kghm-Tochter Enrgetyka ausgeführt werden.

Die Anteilsscheine von Bioton gewannen aber 3,70 Prozent auf 0,28 Zloty hinzu und stiegen damit zum zweiten Tag in Folge. Der polnische Investor Ryszard Krauze, der größte Anteilsinhaber an dem Insulinproduzenten, will seinen Anteil weiter erhöhen und neue Bioton-Aktien im Wert von 50 Mill. Zloty kaufen. Titel von Echo Investments rückten um 4,0 Prozent auf 2,84 Zloty vor - der höchste Anstieg seit dem 12. Mai 2009. Die Analysten der Deutsche Bank hatten ihr Anlagevotum für das Unternehmen von "Hold" auf Buy" angehoben. Gleichzeitig erhöhten sie das Kursziel um 57 Prozent auf 3,60 Zloty.

In Budapest fiel der Leitindex BUX um 2,12 Prozent auf 15 099,57 Zähler. Die ungarischen Schwergewichte MOL, OTP Bank, Richter und die Magyar Telekom gaben unisono nach. Magyar Olay es Gazipari (Mol) etwa verloren 3,75 Prozent auf 11 500 Forint, bei einem Umsatz von 2,8 Mrd. Forint. Die Titel der OTP Bank verbilligten sich um 2,48 Prozent auf 3 501 Forint. Papiere von Richter Gedeon büßten 2,19 Prozent auf 33 750 Forint ein. Aktien des ungarischen Telekomunternehmens Magyar Telekom sanken bis Handelsschluss um 0,53 Prozent auf 574 Forint ab.

Der Prager Leitindex PX schloss 1,61 Prozent tiefer auf 884,50 Einheiten. Unter den tschechischen Einzeltiteln standen Ceske Energeticke Zavody (CEZ) und New World Ressources (NWR) im Fokus. NWR-Titel fielen um 3,0 Prozent auf 84 Kronen. Im Tagesverlauf wurden sogar 83 Kronen erreicht und damit ein Zweimonatstief markiert. Begründet wurden die Kursverluste mit sinkenden Kohlepreisen an den Warenterminbörsen.

Aktien des größten tschechischen Stromerzeugers CEZ gewannen aber im schwachen Umfeld 0,5 Prozent auf 839 Kronen hinzu. Damit konnten die Papiere die Aufschläge des Vortages weiter ausbauen. Wie es hieß, werde das Unternehmen 262,4 Mill. Euro Kredit aufnehmen, um den Aufbau eines Windparks in Rumänien zu finanzieren.

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