International Aktienmärkte
Osteuropas Börsen uneinheitlich

Die osteuropäischen Börsen haben sich am Freitag uneinheitlich ins Wochenende verabschiedet. Während Warschau und Prag Kursverluste hinnehmen mussten, ging es für die Börse in Budapest etwas bergauf.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die osteuropäischen Börsen haben sich am Freitag uneinheitlich ins Wochenende verabschiedet. Während Warschau und Prag Kursverluste hinnehmen mussten, ging es für die Börse in Budapest etwas bergauf.

In Warschau fiel der WIG-20 um 0,70 Prozent auf 1 777,90 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index verlor 0,63 Prozent auf 27 222,22 Zähler. Die Ankündigung von US-Präsident Bush, Mittel aus dem Bankhilfefonds Tarp zur Rettung der US-Autobauer General Motors (GM) und Chrysler zu verwenden, beflügelte am Nachmittag vorübergehend die europäischen Aktienmärkte. Letztlich konnte sich der Leitindex in Warschau jedoch nicht im Plus halten.

Das Ölunternehmen PKN Orlen und der Kupferproduzent Kghm Polska Miedz haben 4,78 Prozent an dem Mobilfunkbetreiber Polkomtel von TDC Mobile International übernommen und damit ihren Anteil auf jeweils 24,39 Prozent ausgebaut. Laut Marktteilnehmern war diese Transaktion schon lange erwartet worden. Die Papiere von PKN Orlen schlossen mit einem Gewinn von 1,6 Prozent bei 26,68 Zloty. Kghm gaben hingegen 1,17 Prozent auf 28,65 Zloty ab. Der Kupferproduzent plant, Berater zu engagieren, um weitere Kostensenkungspotenziale zu heben.

Das Telekommunikationsunternehmen TP SA hat seine Rückstellungen für das vierte Quartal 2008 um 180 Mill. Zloty erhöht, um für ein geplantes Restrukturierungsprogramm von 2009 bis 2011 vorzusorgen. Die Anteilsscheine büßten 0,6 Prozent auf 19,05 Zloty ein.

An der Prager Börse verlor der Leitindex PX 1,78 Prozent auf 818,7 Punkte. Der Leitindex hatte sich lange Zeit im positiven Terrain gehalten und zwischenzeitlich sogar deutlich zugelegt. In den letzten anderthalb Stunden drehte der PX aber deutlich ins Minus. Wie bekannt wurde, sind die Einzelhandelsumsätze im Oktober um 3,3 Prozent zurückgegangen. Der Markt hatte hingegen mit einem Anstieg von 0,6 Prozent gerechnet. Analysten rechnen daher mit weiteren Zinssenkungen durch die tschechische Nationalbank.

Größter Gewinner im PX waren ECM Real Estate mit einem Aufschlag von 0,68 Prozent auf 253,40 Kronen. Das Unternehmen begab in einer Privatplatzierung neue Aktien im Wert von 24,2 Mill. Euro, die vom Vorstandsvorsitzenden Janku gezeichnet wurden. Dessen Anteil an der Immobiliengesellschaft steigt damit von 76 auf 84,6 Prozent. Laut Analysten war dies notwendig, um den von Kreditgebern verlangten Eigenkapitalanteil zu halten.

Papiere von Ceske Energeticke Zavody (CEZ) büßten hingegen 2,94 Prozent auf 776,60 Kronen ein. Der Versorger zeigte sich durch den stark gefallenen Ölpreis vom Vortag deutlich belastet. Größter Verlierer im Leitindex waren Cetv mit einem Abschlag von 9,56 Prozent auf 375,60 Kronen. Der Betreiber von Fernsehsendern gab bekannt, seine Anteile am ukrainischen TV-Kanal Kino von 60,4 auf 100 Prozent aufgestockt zu haben. Zudem wurde ein weiterer Fernsehsender übernommen.

Der Budapester Leitindex BUX legte um 0,68 Prozent auf 12 664,51 Punkte zu. Der ungarische Markt zeigte sich zum Wochenausklang impulslos. Auch die Bush-Aussagen zur Hilfe für die Autobranche gaben keinen Auftrieb.

Größter Gewinner im BUX waren OTP Bank , die um 6,88 Prozent auf 2 998 Forint nach oben sprangen. Aktien des Autozulieferers und LKW-Herstellers Raba Magyar Vagon legten dahinter um 4,54 Prozent auf 645 Forint zu. Magyar Olay es Gazipari (Mol) gewannen trotz gefallener Ölpreise 3,75 Prozent auf 10 940 Forint.

Am Ende der Kurstafel fanden sich indes FHB Land Credit & Mortgage Bank , deren Papiere um 12,34 Prozent auf 675 Forint abstürzten. Die Anteilsscheine des Indexschwergewichts Richter Gedeon fielen um 6,19 Prozent auf 27 300 Forint.

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