International Aktienmärkte
Schweizer Börse schließt im Minus

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch deutlich schwächer geschlossen.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch deutlich schwächer geschlossen. Am Morgen war der Leitindex SMI noch mit deutlichen Gewinnen in die Sitzung gestartet, doch im Verlauf bröckelten die Aufschläge bei den SMI-Schwergewichten Nestle und Novartis immer mehr ab und drückten den hiesigen Handel bis zum Start der US-Börsen in Minus. Die Roche Holding-Bons waren von Anfang an eine Belastung.

Damit ist das Bärenmarktrally vorerst gestoppt. Händler hatten bereits zu Beginn des Handels auf diese Möglichkeit hingewiesen, zumal am Freitag der große Eurex-Verfall ansteht. Das wichtigste Ereignis sei heute aber die Zinsentscheidung der US-Notenbank (19.15 MEZ). Händlern zu Folge haben sich Anleger deshalb heute zurückhaltend gezeigt.

Der SMI schloss am Mittwoch um 30,46 Einheiten oder 0,63% tiefer auf 4 783,32 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte SLI büßte 0,18% auf 677,73 Zähler ein und der breite Gesamtmarkt, gemessen am SPI , 0,57% auf 4 017,23 Punkte.

Die größten Abgaben verzeichneten heute im SMI /SLI konjunktursensiblen Werte wie OC Oerlikon (-12,3% auf 34,30 Franken), Holcim (-3,1% auf 35,96 Franken) oder ABB (-2,8% auf 15,59 Franken).

Ebenfalls im Angebot lagen Nestle (-1,8% auf 36,66 Franken), Roche Holding (-1,6% auf 144,80 Franken) oder Novartis (-0,5% auf 43,60 Franken). Bei Nestle verwiesen Marktteilnehmer auf die enttäuschenden Quartalszahlen vom US-Kooperationspartner General Mills. Für Beunruhigung hätten die gestiegenen Marketingkosten gesorgt, deshalb seien aus dem angelsächsischen Raum größere Abgaben eingetroffen, so ein Händler.

Roche litten unter Nachrichten aus Japan. Die Tochter Chugai teilte mit, dass das Medikament Actemra zur Behandlung rheumatoider Arthritis für den Tod von 15 mit dem Medikament behandelten Patienten verantwortlich sein könnte. Obwohl die Nebenwirkungen von Actemra seit längerem bekannt sind, befürchten Analysten, dass die zuletzt sehr restriktive US-Gesundheitsbehörde den noch ausstehenden Zulassungsentscheid vor diesem Hintergrund weiter hinauszögern wird.

Besser hielten sich hingegen die Finanzaktien. Neben Credit Suisse (+4,4% auf 33,98 Franken) legten vor allem die Versicherer deutlich zu. Der Erstversicherer Baloise (+2,6% auf 65,90 Franken) hat gemäß Analysten einen soliden Zahlenausweis für 2008 vorgelegt. Getrieben wurden die Titel aber auch von wiedererwachten Übernahmegerüchten.

Aber auch andere Finanztitel legten zum Teil kräftig zu. So verteuerten sich Swiss Re (+2,2% auf 15,71 Franken), ZFS (+1,6% auf 155 Franken) oder Julius Bär (+1,9% auf 29,56 Franken). Gemäß VR-Präsident Raymond Bär steckt der Vermögensverwalter in einer weiteren Sparrunde. UBS lagen mit am Schluss mit 0,9% auf 11,81 Franken im Plus.

Zu den Gewinnern gehörten aber auch die beiden Titel der Luxusgüterkonzerne Richemont (+2,1% auf 17,39 Franken) und Swatch (+3,3% auf 139,60 Franken). Händler machten einerseits Aussagen seitens der Firmenverantwortlichen von Swatch für die Kursstärke verantwortlich; andererseits profitieren beide Titel vom Abschwung des Frankens, da sie über eine signifikante Kostenbasis in der Schweiz verfügen.

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