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Europas Börsen im Minus

dpa-afx PARIS/LONDON. Belastet von erneut schwachen Finanzwerten sind die europäischen Börsen am Freitag schwach aus der Handelswoche gegangen. Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 verlor auf Wochensicht 2,54 Prozent und endete auf dem tiefsten Stand seit dem 18. September. Neben den anhaltenden Sorgen um die negativen Auswirkungen der US-Kreditkrise habe auch die erneute Kursschwäche der US-Börsen belastet, sagten Händler. Vor dem langen Wochenende in den USA hätten Anleger ihre Positionen verkauft.

Der Eurostoxx 50 verlor schließlich 1,51 Prozent auf 4 297,83 Zähler - im Tagesverlauf schwankte der europäische Leitindex bei erhöhten Umsätzen und bei laut Händlern spürbar nervöserem Geschäft zwischen 4 279 und 4 392 Punkten. Der auch schweizerische und britische Werte umfassende Stoxx 50 gab um 1,66 Prozent auf 3 673,35 Zähler nach. Der Euronext 100 fiel um 1,56 Prozent auf 985,94 Punkte. In Paris sackte der CAC 40 um 1,91 Prozent auf 5 524,18 Punkte ab. Der Londoner Leitindex Ftse 100 verbilligte sich um 1,21 Prozent auf 6 304,90 Zähler.

Finanzwerte setzten vor dem Wochenende ihre Talfahrt fort und zählten zu den großen Verlierern im Eurostoxx. Die anhaltende Unsicherheit um den Abschreibungsbedarf aus der Kreditkrise in den USA belaste den Sektor weiterhin, sagten Händler. Fortis , die am Vortag Zahlen vorgelegt hatten und daraufhin am Indexende aus dem Handel gingen, rutschten um 4,05 Prozent auf 17,54 Euro ab. In Paris fielen Aktien der Credit Agricole um 4,02 Prozent auf 23,42 Euro zurück, Societe Generale sackten um 3,77 Prozent auf 100,00 Euro ab.

Tagesverlierer im Eurostoxx waren aber Arcelormittal mit minus 5,40 Prozent auf 50,42 Euro. Am kommenden Mittwoch wird der Stahlkocher Zahlen zu seinem dritten Quartal vorlegen. Telecom Italia fielen nach Zahlen um 1,89 Prozent auf 2,1 025 Euro. Der italienische Telekomkonzern hatte in den ersten neun Monaten des Jahres wie erwartet einen Gewinnrückgang verbucht. Die Ziele sollen erreicht werden.

In London blieben die Minenwerte mit Übernahmefantasie im Fokus. Rio Tinto sprangen an der "Footsie"-Spitze um weitere 6,19 Prozent auf 5 542 Pence nach oben, während BHP Billiton mit minus 1,69 Prozent auf 1 616 Pence am Indexende schlossen. Händler verwiesen auf die Fusionsfantasie aus dem am Vortag bekannt gewordenen Übernahmeangebot von BHP für Rio Tinto, auch wenn der erste Vorstoß gescheitert sei. Inzwischen gebe es auch Spekulationen um Interesse eines chinesischen Konsortiums.

Tages- und Wochensieger in Europa waren unterdessen die Aktien der im Euronext 100 gelisteten Galp Energia - am Freitag standen plus 24,70 Prozent auf 15,40 Euro zu Buche, nachdem die Anteile an den Portugiesen bereits am Vortag 13,72 Prozent gewonnen hatten. Am Donnerstag war bekannt geworden, dass das Ölfeld Tupi Sul vor Brasilien signifikant mehr Öl enthält als erwartet. Analysten reagierten positiv auf die Probebohrungen.

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