Internationale Aktienmärkte
Börse Zürich legt zu

Der Schweizer Aktienmarkt konnte am Nachmittag nochmals zulegen und schloss zum Wochenanfang leicht unter Tageshoch deutlich fester.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt konnte am Nachmittag nochmals zulegen und schloss zum Wochenanfang leicht unter Tageshoch deutlich fester. Dabei stützten insbesondere die Pharmawerte Roche und Novartis sowie anziehende Notierungen in Nestle und ZFS , während insbesondere UBS belasteten. Der Handel habe sich über weite Strecken volatil gestaltet, tendierte doch der SMI in einer Bandbreite von gut 160 Punkten. Händler führten die hohe Volatilität vor allem auf Window-Dressing-Aktivitäten zurück, die traditionell am letzten Handelstag des ersten Halbjahres getätigt würden.

Der Aktienmarkt konnte trotz belastender Faktoren zulegen, denn im Fokus blieben die Ölnotierungen und Konjunkturdaten. So waren die Konsumentenpreise der Eurozone im Juni gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent gestiegen, was einmal mehr die bestehenden Inflationsgefahren unterstreiche und die Chancen erhöhe, dass sich die EZB bis Jahresende nicht nur mit einer einzigen Leitzinserhöhung zufrieden geben werde, hieß es im Handel. Weiter setzte sich auch die Belastung durch den hohen Ölpreis fort. Am Montag kosteten wichtige Ölsorten erstmals zeitweise mehr als 143 Dollar.

Der SMI gewann um 1,41 Prozent auf 6 958,51 (Tageshoch: 6 963,84) Punkte. Der SLI kletterte um 0,71 Prozent auf 1 053,89 Punkte und der breitere SPI stieg um 1,12 Prozent auf 5 855,52 Stellen.

Unter den aktuellen Stützen fanden sich Roche (plus 5,1 Prozent auf 184,00 Franken), die auch zuoberst auf der SMI -/SLI-Gewinnerliste standen. Händler begründeten die Avancen - neben dem defensiven Charakter der Branche - erstens damit, dass das Krebsmedikament Avastin im Rahmen der Phase-III-Studie Avf2107 bei Patienten mit metastasierendem Kolorektalkrebs gute Wirkung gezeigt habe. Zweitens habe der IMS-Verschreibungstrend auf Aufwärtspotenzial bei den Medikamenten Avastin und Rituxan hingewiesen.

Novartis (plus 2,7 Prozent auf 56,25 Franken) hätten vor allem von positiven Kommentaren der UBS profitiert, die diese Pharmatitel im aktuellen Umfeld zum Kauf empfehlen würden, hieß es weiter. Das Schwergewicht Nestle boten ebenfalls eine Stütze. Die ab heute nach dem Aktiensplitt im Verhältnis von 1:10 gehandelten Titel schlossen auf 46,16 Franken, nachdem sie am Freitag mit 452,00 Franken aus dem Handel gegangen waren.

Daneben konnten Syngenta und Clariant um je 2,2 Prozent auf 332,25 und auf 10,37 Franken zulegen. Damit konnten diese beiden Titel ihre an den Vortagen beziehungsweise dem Vortag begonnene Erholung nach Anschlusskäufen fortsetzen.

Unter den Versicherungswerten konnten Swiss Life (plus 2,0 Prozent auf 273,00 Franken) und ZFS (1,5 Prozent auf 261,50 Franken) ebenfalls deutlich zulegen. Demgegenüber verloren Swiss Re um 0,3 Prozent auf 68,05 Franken. Der Rückversicherer rechnet gemäss Angaben von CEO Jacques Aigrain für April bis Mitte Juni mit Abschreibungen auf strukturierten CDS-Positionen im Umfang von 350 Mill. Franken. Anfang Mai belief sich die Schätzung von Swiss Re alleine für den Monat April auf 200 Mill. Franken. Nobel Biocare (plus 1,8 Prozent auf 33,36 Franken) waren nach den Abgaben der Vortage auf tieferem Niveau wieder gesucht.

Am anderen Ende der Liste stehen UBS (minus 4,3 Prozent auf 21,44 Franken) und notieren damit nur wenig über dem bisher Intraday erreichten 52-Wochentief von 20,96 Franken. Die Anzeichen würden sich verdichten, dass die Bank im zweiten Quartal erneut grosse Abschreibungen vornehmen und einen Quartalsverlust ausweisen müsse. Zudem gingen Gerüchte um, dass die UBS den Verkauf des amerikanischen Vermögensverwaltungsgeschäfts Painewebber in Betracht ziehe, so Marktbeobachter. Die Branchenkollegen Credit Suisse kamen mit unverändert 46,90 Franken deutlich besser weg.

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