Internationale Aktienmärkte
Börse Zürich mit deutlichen Gewinnen

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag mit deutlichen Gewinnen ins Wochenende gegangen. Am Nachmittag ging es unter der Führung der Aktien von Großbanken und der Titel des Pharmaunternehmens Roche nach oben, wobei die Handelsspanne mit rund 160 Punkten wieder sehr hoch war.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag mit deutlichen Gewinnen ins Wochenende gegangen. Am Nachmittag ging es unter der Führung der Aktien von Großbanken und der Titel des Pharmaunternehmens Roche nach oben, wobei die Handelsspanne mit rund 160 Punkten wieder sehr hoch war.

Als Stütze erwiesen sich am Nachmittag Konjunkturdaten aus den USA. Daten zum Konsumentenvertrauen fiel zwar schlechter aus als erwartet. Dies nährte aber an den Börsen die Hoffnungen, dass Zinserhöhungen ausbleiben. Zusammen mit dem rückläufigen Ölpreis sorgte dies für einer freundlichen Stimmung, die auch den US-Märkten zu klaren Gewinnen in der Eröffnungsphase verhalf.

Der SMI verzeichnete zum Schluss ein Plus von 0,53 Prozent auf 7 261,37 Punkte. Im Wochenvergleich ergab sich trotzdem ein Minus von 1,7 Prozent. Der SLI zog um 0,75 Prozent auf 1 114,25 Punkte an und der breite SPI stieg um 0,47 Prozent auf 6 126,49 Punkte.

Den größten Sprung nach oben machten die jüngst so stark gebeutelten Titel der UBS , die 5,2 Prozent auf 25,58 Schweizer Franken stiegen. Grund dafür war die unerwartet erfolgreiche Kapitalerhöhung, welche einen Zeichnungsgrad von 99,4 Prozent erreicht hatte. Dies sei auf den ersten Blick eine beeindruckend, hieß es in Marktkreisen. Allerdings müsse man sich fragen, wie viel von den Mitarbeitern und UBS-nahen Kreisen gezeichnet worden sei und ob diese Aktien in den nächsten Tagen wieder auf den Markt kämen.

Mit einer nachhaltigen Kurserholung der Aktien rechnet denn auch kaum mehr jemand. Am Markt wird einerseits auf die Probleme der Großbank im amerikanischen Wealth Management und andererseits auf die Möglichkeit weiterer Wertberichtigungen von zwei bis vier Mrd. Dollar für das laufende Quartal verwiesen.

Im Sog der Aktien stiegen auch Credit Suisse um 2,4 Prozent auf 50,30 Franken überdurchschnittlich, wobei der Titel ebenfalls im Tagesverlauf mehr und mehr an Schwung gewann.

Im breiteren Markt legten Ciba 2,1 Prozent auf 36,80 Franken zu, Swiss Life gewannen 1,3 Prozent auf 283,25 Franken, OC Oerlikon schlossen mit einem Plus von 1,3 Prozent auf 338,50 Franken und Swiss Re stiegen um 1,3 Prozent auf 75,80 Franken.

Roche Holding erhielten einen Schub von einer positiven Studie zu Actemra und gewannen 0,6 Prozent auf 179 Franken. Gemäß der Studie zeigt sich das Arthritis-Mittel gegenüber der Standardbehandlung mit Methotrexat überlegen.

ZFS gewannen 0,2 Prozent auf 284 Franken und retteten sich mit der Schlussauktion knapp in die Gewinnzone, nachdem zuvor die Spekulationen um ein mögliches Interesse an der Versicherungssparte der RBS belastet hatte.

Swisscom stiegen um 0,5 Prozent auf 359 Franken. Die Titel waren von Sachs auf "Neutral" hinaufgestuft worden.

Im Gegensatz zu Roche fielen Novartis 0,4 Prozent auf 52,60 Franken. Die Titel wurde von der Meldung, dass ein Generika-Produkt von Teva für den Novartis-Blutdrucksenker Diovan in den USA eine vorläufige Zulassung erhalten hat, unter Druck gesetzt.

Auch Holcim gaben 0,4 Prozent auf 90,85 Franken nach, nachdem das Unternehmen in Spanien mit der vollständigen Übernahme der Tarmac Iberia für rund 150 Mill. Euro eine relativ kleine Akquisition getätigt hat.

Größter Verlierer waren Clariant mit einem Abschlag von 2,1 Prozent auf 11,79 Franken und Synthes mit einem Minus von 1,8 Prozent auf 136,70 Franken.

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