Internationale Aktienmärkte
Börse Zürich schließt deutlich im Minus

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag die Sitzung deutlich im Minus abgeschlossen. Der Swiss Market Index (SMI ) war bereits unter Abgabedruck in den Handel gestartet und baute die Verluste im Verlaufe des Tages weiter aus. Die US-Börsen waren am Nachmittag ebenfalls im Minus gestartet, nachdem verschiedene Konjunkturdaten publiziert worden waren. Zur Zeit sei Konsolidierung angesagt, hieß es in Händlerkreisen. Zudem gebe es insbesondere bei den Finanzwerten weiterhin Ernüchterung.

Der SMI verlor 2,19 Prozent oder 193,97 Einheiten auf 8 658,36 Punkte. Der SLI gab 2,28 Prozent auf 1 314,59 Zähler nach und der SPI 2,10 Prozent auf 7 045,29 Punkte.

Im Fokus standen Novartis (-0,4 Prozent 63,80 Franken). Der Konzern hat am Donnerstag vorbörslich ein weiteres Restrukturierungsprogramm angekündigt. Das Programm ist laut Analysten nicht überraschend gekommen und wird zumeist begrüßt. Teils sind aber auch kritische Stimmen zu hören. Die Initiative „Forward“ wird 2008 und 2009 umgesetzt und soll bis 2010 Kosteneinsparungen vor Steuern von 1,6 Mrd. Dollar bringen. Die Aktien zogen vorerst an, drehten schließlich aber wieder ins Minus nachdem die US-Arzneimittelbehörde einen weiteren Warnhinweis für Exjade verlangt hatte.

Roche Holding verloren im Gegensatz zu Novartis deutlich mit einem Minus von 2,5 Prozent auf 200,10 Franken. Die größten Verluste erlitten allerdings Clariant (-5,8 Prozent auf 10,50 Franken). Nachdem die Valoren in den beiden Vortagen aufgrund von Übernahmegerüchten deutlich zugelegt hatten, gab es heute Gewinnmitnahmen.

Unter Druck gerieten auch einige konjunktursensitive Werte. So büßten Swatch (-4,7 Prozent auf 331,75 Franken), Holcim (-4,2 Prozent auf 123,60 Franken), Adecco (-3,9 Prozent 61,50 Franken) oder ABB (-4,0 Prozent auf 32 Franken) deutlich an Boden ein. Um ABB zirkulierte Gerüchte um eine mögliches Angebot an Schneider Electric. Das Gerücht sei aber nicht neu und auch nicht gerade plausibel, sagte ein Händler.

Die Finanzwerte waren erneut unter Abgabedruck. UBS verloren 3,6 Prozent auf 54,25 Franken, Credit Suisse 3,0 Prozent auf 69,65 Franken und Julius Bär 1,8 Prozent auf 94,60 Franken. Die Versicherungswerten gaben zwischen 1,5 Prozent und gut zwei Prozent nach.

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