Internationale Aktienmärkte
Börse Zürich schließt im Minus

ZÜRich (dpa.-AFX) - Die Schweizer Aktien haben am Montag mehrheitlich mit deutlichen Abschlägen geschlossen, nachdem der SMI im Verlauf des Nachmittags immer weiter abgerutscht war. Druck kam vor allem aus den USA, wo die Wall Street an die Kursverluste vom Wochenausklang anknüpfte.

ZÜRich (dpa.-AFX) - Die Schweizer Aktien haben am Montag mehrheitlich mit deutlichen Abschlägen geschlossen, nachdem der SMI im Verlauf des Nachmittags immer weiter abgerutscht war. Druck kam vor allem aus den USA, wo die Wall Street an die Kursverluste vom Wochenausklang anknüpfte. Händler machten dafür unter anderem neue Negativ-Schlagzeilen aus dem Finanzsektor verantwortlich, vor allem den Abbau von nochmals Zehntausenden Stellen bei der Citigroup. Entsprechend zählten die Finanztitel hierzulande zu den größten Verlierern.

Die Konjunkturdaten aus Amerika hatten dagegen kaum Auswirkungen auf den Aktienmarkt. Zwar sank der Empire-State-Manufacturing-Index auf ein Rekordtief, damit hatten Experten jedoch bereits gerechnet. Die Industrieproduktion entwickelte sich im Oktober weitaus besser als erwartet, Rezessionsängste prägten aber weiterhin das Marktgeschehen. Im Fokus standen mögliche Hilfen für die Automobilbranche, die Aussagen vom Weltfinanzgipfel der G-20 am Wochenende wurden zumeist als leere Worte abgetan.

Der SMI schloss um 3,23 Prozent respektive 188,32 Stellen leichter auf 5 646,43 (Tagestief 5 615,39) Punkten. Der 30 Titel umfassende gekappte SLI gab um 3,06 Prozent auf 778,38 Stellen und der SPI um 2,99 Prozent auf 4 653,62 Zähler nach.

Einzelne Finanztitel gehörten zu den größten Verlierern unter den 30 Bluechips, allen voran Swiss Re (-8,1 Prozent auf 43,40 Franken) trotz einer positiven Studie der Royal Bank of Scotland. Geringere Verluste gab es für Swiss Life (-3,5 Prozent auf 79,15 Franken) nach Berichten in der Wochenendpresse in Verbindung mit diversen Kurszielsenkungen. ZFS (-1,1 Prozent auf 220,50 Franken) hielten sich besser.

Baloise (+1,9 Prozent auf 57 Franken, Tagestief 53,30 Franken) arbeiteten sich dagegen vor dem morgigen Business Update in der Schlussauktion an die Tabellenspitze im SMI vor.

Dagegen traf es die Großbanken erneut hart. UBS (-5,2 Prozent auf 13,75 Franken) markierten im Tagesverlauf ein neues Allzeittief (13,51 Franken). Am Wochenende gab es zahlreiche Medienberichte zu den Justizproblemen der Bank in den USA. Auch Credit Suisse (-6,2 Prozent auf 30,64 Franken) wurden von den Anlegern abgestraft.

Sehr schwach tendierten auch Swatch (-8,2 Prozent auf 127,60 Franken) als Schlusslicht unter den 30 Bluechips sowie Nobel Biocare (-7,1 Prozent auf 17,41 Franken).

Roche (-4,7 Prozent auf 168 Franken) litten unter neuen Spekulationen, wonach die Komplettübernahme von Genentech angesichts der allgemeinen Kreditverknappung scheitern könnte. Auch Novartis (-3,1 Prozent auf 57,10 Franken) und Nestle (-2,1 Prozent auf 44,62 Franken) notierten schwach.

Positive Vorzeichen trugen bei fallenden Ölpreisen Lonza (+1,8 Prozent auf 92,10 Franken), Givaudan (+0,6 Prozent auf 815 Franken), Clariant (+0,5 Prozent auf 7,47 Franken) und Ciba (+0,04 Prozent auf 47,52 Franken). BASF hält an letzteren nach Ablauf der Verlängerungsfrist für das öffentliche Kaufangebot über 94 Prozent.

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