Internationale Aktienmärkte
Europas Börsen deutlich im Minus

Die europäischen Börsen haben am Mittwoch mit deutlichen Verlusten geschlossen. Händler verwiesen auf negative Impulse von den US-Aktienmärkten. Dort hatte der Dow Jones nach Veröffentlichung des wöchentlichen Ölberichts des Energieministeriums mehr als ein Prozent verloren.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die europäischen Börsen haben am Mittwoch mit deutlichen Verlusten geschlossen. Händler verwiesen auf negative Impulse von den US-Aktienmärkten. Dort hatte der Dow Jones nach Veröffentlichung des wöchentlichen Ölberichts des Energieministeriums mehr als ein Prozent verloren. Zudem belasteten Verlusten bei den Finanztiteln wegen neuer Sorgen um die Finanzkrise.

Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 verlor 2,39 Prozent auf 3 354,75 Punkte. Der Stoxx 50 gab 2,29 Prozent auf 2 887,69 Zähler ab. Der CAC-40-Index fiel um 2,43 Prozent auf4.408,71 Zähler. In London sackte der Ftse 100 1,55 Prozent auf 5 448,60 Punkte ab.

Im Eurostoxx 50 stiegen Arcelormittal mit plus 0,82 Prozent auf 51,83 Euro an die Index Spitze. Börsianer verwiesen auf eine generelle Sektorerholung, die Stahltitel und Minentitel insgesamt nach oben treibe. Auch im britischen "Footsie" versammelten sich die Minenwerte an der Index-Spitze. Anglo American legten mit plus 4,18 Prozent auf 2 784 Pence am deutlichsten zu. Auch BHP Billiton und Xstrata gewannen jeweils etwa drei Prozent. Enterprise Inns Enterprise Inns lagen hingegen ohne neue Nachrichten mit 11,20 Prozent auf 342,75 Pence abgeschlagen am Index-Ende. Auch ITV und Marks & Spencer verloren mehr als zehn Prozent. Bei letzteren verwiesen Händler auf negative Analystenkommentare.

Im französischen CAC-40 zählten Electricite de France (EdF) , denen laut Medienberichten ein Interesse an British Energy nachgesagt wird, zu den Gewinnern. Sie legten 0,51 Prozent auf 55,65 Euro zu.

Thomas Cook < TC G.LSE > verloren nach einem Ausblick auf die weitere Geschäftsentwicklung 3,27 Prozent auf 237,00 Pence. Der Reiseveranstalter sieht sich nach den derzeitigen Buchungszahlen für den Sommer bei seinen Jahreszielen auf Kurs. "Erste Indikatoren für den Winter 2008/09 und Sommer 2009 lassen eine bessere Geschäftsentwicklung als im Vorjahr erwarten", hieß es von der Tochter des Handels- und Reisekonzerns Arcandor .

British Energy standen mit Zahlen zum ersten Geschäftsquartal im Fokus. Der Energiekonzern hatte wegen unerwartet hoher Reparaturkosten und eines geringeren Stromausstoßes einen starken Gewinneinbruch hinnehmen müssen. Das sei aber laut Börsianern erwartet worden. Die Aktien legten lediglich um 0,21 Prozent auf 706,50 Pence zu.

Auch zur Wochenmitte lag der Fokus bei Unternehmen aus der Finanzbranche. Die ING Groep hatte im zweiten Quartal wegen der Kapitalmarktkrise einen geringeren Gewinnrückgang als Experten erwartet hatten verzeichnet. Die Aktie büßten ihre zwischenzeitlichen Gewinne ein und schlossen mit minus 1,13 Prozent bei auf 22,73 Euro. Der Überschuss auf vergleichbarer Basis war im Vergleich zum Vorjahresquartal um 28,8 Prozent auf 1,946 Mrd. Euro zurückgegangen. Experten hatten jedoch mit einem deutlich niedrigeren Gewinn gerechnet.

In Oslo fielen die Titel von Storebrand nach einen zwischenzeitlichen Einbruch um mehr als zehn Prozent um 7,91 Prozent auf 39,00 Norwegische Kronen. Der Versicherer hatte mit seinem Gewinn die Erwartungen der Analysten verfehlt.

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