Internationale Aktienmärkte
Europas Börsen etwas schwächer

Die europäischen Börsen haben am Dienstag schwächer geschlossen. Der nach kurzer Atempause am Vortag wieder in Sichtweite des am Freitag markierten Rekordhochs vorgerückte Ölpreis sowie die erneut verhaltene Entwicklung der US-Börsen sorgten weiter für schwache Stimmung am Markt, hieß es.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die europäischen Börsen haben am Dienstag schwächer geschlossen. Der nach kurzer Atempause am Vortag wieder in Sichtweite des am Freitag markierten Rekordhochs vorgerückte Ölpreis sowie die erneut verhaltene Entwicklung der US-Börsen sorgten weiter für schwache Stimmung am Markt, hieß es. Aus den USA belasteten zudem Spekulationen um eine mögliche Leitzinserhöhung basierend auf Aussagen des US-Notenbankchefs Ben Bernanke.

Der Eurostoxx 50 verlor 0,63 Prozent auf 3 574,70 Zähler. Der Stoxx 50 , der auch Schweizer und britische Werte umfasst, büßte weitere 0,54 Prozent auf 3 024,84 Zähler ein. Der Ftse 100 sank um 0,86 Prozent auf 5 827,30 Punkte. Für den CAC-40-Index ging es um 0,80 Prozent auf 4 761,08 Punkte nach unten.

Die wie zuletzt im Mittelpunkt stehenden europäischen Finanzwerte entwickelten sich allerdings uneinheitlich. Banco Santander Central Hispano (Bsch) erholten sich nach den Vortagesverlusten um 1,55 Prozent auf 12,46 Euro und markierten damit die Spitze des Eurostoxx. UBS-Aktien verbesserten sich als gefragtester Titel im Stoxx um 2,85 Prozent auf 24,50 Franken. Ebenfalls fest notierten Werte wie BNP Paribas und Barclays .

Dagegen rutschten Fortis belastet von einem negativen Analystenkommentar um 3,83 Prozent auf 13,81 Euro ans Eurostoxx-Ende. Merrill Lynch hatte die Bewertung für die Titel des belgisch-niederländischen Finanzkonzerns von "Buy" auf "Neutral" gesenkt und ein Kursziel von 15,50 Euro festgesetzt. Ebenfalls sehr schwach entwickelten sich Hbos , die mit minus 4,89 Prozent auf 295,74 Pence das Schlusslicht im Stoxx bildeten. Weitere Banken mit deutlicheren Verlusten waren die Credit Suisse Group und Lloyds TSB Group . Icap verloren nach einer Abstufung der Credit Suisse 4,40 Prozent auf 564, 25 Pence. Die Experten senkten die Papiere des Finanzunternehmens auf "Underperform" mit einem reduzierten Kursziel von 535 Pence.

Ebenfalls in London rutschten Persimmon um 9,62 Prozent auf 387 Pence ans "Footsie"-Ende. Sachs hat die Papiere des Bauunternehmens von "Neutral auf "Sell" gesenkt und ein Kursziel von 309,3 Pence angegeben. Persimmon könne sich dem Abschwung im Häusermarkt trotz diszipliniertem Management nicht länger entziehen, hieß es. Holcim gaben trotz einer Hochstufung der Experten auf "Neutral" ebenfalls um 0,76 Prozent auf 91,80 Franken nach.

Tesco gaben belastet von enttäuschenden Umsatzzahlen um 2,51 Prozent auf 392,40 Pence ab. Der Einzelhändler hatte im Heimatland Großbritannien den Umsatz ohne Benzinverkäufe auf vergleichbarer Fläche um 3,5 Prozent gesteigert. Das lag am unteren Ende der Erwartungen von Analysten. Die Gruppenerlöse stiegen um 13,7 Prozent.

Titel von Fluggesellschaften reagierten mit Kursverlusten auf eine Gewinnwarnung des österreichischen Branchenvertreters Austrian Airlines Group (AUA) . Das Luftfahrtunternehmen hatte am Montagabend sämtliche bisherigen Prognosen einkassiert und geht nun für das laufende Jahr wegen des "aktuellen Kerosinpreis- und US-Dollarniveaus" von einem Verlust von 70 bis 90 Mill. Euro aus. Das Luftfahrtunternehmen bestätigte nach der Aufsichtsratssitzung auch offiziell, dass es sich auf Partnersuche befindet. AUA-Titel fielen um 7,37 Prozent auf 3,77 Euro. Dagegen kletterten Air France-KLM nach schwachem Handelsstart sogar mit plus von 1,55 Prozent auf 16,34 Euro. Iberia rutschten um 2,14 Prozent auf 1,83 Euro ab.

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