Internationale Aktienmärkte
Europas Börsen mit leichten Verlusten

Die europäischen Börsen haben am Freitag einen volatilen Handelstag letztlich mit leichten Verlusten beendet.

dpa-afx LONDON/PARIS. Die europäischen Börsen haben am Freitag einen volatilen Handelstag letztlich mit leichten Verlusten beendet. Uneinheitliche Vorgaben aus Übersee hatten den Aktienmärkten vor dem Wochenende keine klare Richtung vorgegeben, und auch von der unsteten Entwicklung an der Wall Street gingen am Nachmittag keine eindeutigen Impulse aus.

Beim europäischen Leitindex Eurostoxx 50 stand ein Tagesverlust von 0,30 Prozent auf 3 641,05 Punkte zu Buche - auf Wochenbasis gewann das Börsenbarometer indes 3,85 Prozent. Der Stoxx 50 , der auch Schweizer und britische Werte umfasst, schloss 0,58 Prozent tiefer bei 3 029,86 Zählern. In Paris verlor der CAC-40-Index 0,50 Prozent auf 4 695,92 Zähler. Der Euronext 100 büßte 0,43 Prozent auf 831,32 Punkte ein. Der Londoner Ftse 100 gab ebenfalls um 0,43 Prozent auf 5 692,90 Zähler nach.

Versorger gehörten mit Nachrichten zum geplanten Verkauf von Teilen der spanischen Endesa an den deutschen Konkurrenten Eon zu den Verlierern. Eon muss für das Beteiligungspaket mit insgesamt 11,8 Mrd. Euro mehr zahlen als zuvor angekündigt. Einige Händler sagten allerdings, dass das Gesamtvolumen unter den Erwartungen liege. Eon übernimmt Aktivitäten in Spanien, Italien, Frankreich, Polen und der Türkei und baut damit seine Stellung auf dem europäischen Energiemarkt aus. Der spanische Versorger wird von Acciona und Enel kontrolliert, die Eon in einem Bietergefecht übertrumpft hatten. Endesa gaben als einer der schwächsten Werte im Ibex-35-Index um 1,87 Prozent auf 33,66 Euro nach. Enel verloren 0,68 Prozent auf 6,715 Euro, und Acciona büßten 0,84 Prozent auf 170,45 Euro ein.

Dagegen waren Sanofi-Aventis mit einem Plus von 0,66 Prozent auf 47,35 Euro einer der besten Werte im Eurostoxx 50. Händlern zufolge gibt es am Markt Hoffnungen auf positive Nachrichten zu den Appetitzüglern Acomplia auf der ACC.08-Konferenz in Chicago am Wochenende. Die meisten Analysten hätten das Medikament gegen Fettsucht noch nicht in ihre Schätzungen einbezogen, sagte ein Börsianer. Jede positive Nachricht könnte fünf Prozent in der Bewertung ausmachen. Zudem verwiesen Börsianer auf erneute Gerüchte um ein Zusammengehen mit dem US-Rivalen Bristol-Myers Squibb .

In London schossen Enterprise Inns nach einem Zwischenbericht um 12,57 Prozent auf 399,00 Pence hoch und damit an die "Footsie"-Spitze. Dem Bericht zufolge sieht der britische Kneipenbetreiber keine Veränderung in der Geschäftsentwicklung seit Januar. Außerdem plant die Gruppe, sich in einen Real Estate Investment Trust (Reit) zu verwandeln. Analysten von Kepler nannten die Aussagen "beruhigend" und bestätigten ihre Kaufempfehlung. Die Pläne für den Reit böten Aufwärtspotenzial.

Dagegen gehörten Immobilienwerte zu den größten Verlierern, nachdem die Immobilienpreise in Großbritannien von Februar auf März erneut um 0,6 Prozent gefallen waren. Persimmon verloren als Schlusslicht 5,07 Prozent auf 747,00 Pence, British Land fielen um 3,37 Prozent auf 909,00 Pence und Land Securities gaben 2,54 Prozent auf 1 497,00 Pence ab.

British Airways verloren 2,93 Prozent auf 240, 375 Pence. Händler verwiesen auf die Probleme beim neuen Terminal fünf am Flughafen London Heathrow. Die Fluggesellschaft habe daher am Berichtstag weitere 34 Flüge streichen müssen.

Auch Analystenkommentare bewegten einzelne Titel: Veolia Environnement verloren 2,62 Prozent auf 45,00 Euro, nachdem Cheuvreux die Titel von "Outperform" auf "Underperform" und das Kursziel auf 53 Euro gesenkt hatte. PSA Peugeot Citroen gaben 2,09 Prozent auf 48,34 Euro ab, nachdem die Analysten die Titel ebenfalls von "Outperform" auf "Underperform" gesenkt hatten.

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