Internationale Aktienmärkte
Osteuropa-Börsen: Prag holt Verluste nach

Die Börsen in Osteuropa haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Während es in Budapest und Warschau klare Gewinne gab, holte die Prager Börse nach einem Feiertag Händlern zufolge die Verluste von der Wochenmitte nach.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die Börsen in Osteuropa haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Während es in Budapest und Warschau klare Gewinne gab, holte die Prager Börse nach einem Feiertag Händlern zufolge die Verluste von der Wochenmitte nach.

So verlor der PX 1,97 Prozent auf 1 129,60 Punkte. Erste Group Bank fielen um 4,25 Prozent auf 721,00 tschechische Kronen. Der Finanzkonzern wird am Freitag Ergebnisse zu den ersten neuen Monaten vorlegen. Die Aktien des Mitbewerbers Komercni Banka ermäßigten sich um 2,08 Prozent auf 3 570,00 tschechische Kronen. Im Rahmen der deutlichen Vortagesverluste an den weltweiten Aktienmärkten hatten die Bankenwerte zu den größten Verlierern gezählt. Daneben gerieten in Prag auch die Aktien von Central European Media unter kräftigen Abgabedruck. Die Titel schlossen mit einem Abschlag von 3,14 Prozent auf 463,00 tschechische Kronen.

In Budapest kletterte der BUX hingegen um 3,06 Prozent auf 20 898,66 Zähler. Unerwartet positiv ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA führten zu einer deutlichen Stimmungsaufhellung an den internationalen Börsen. An der Spitze des BUX sprangen die Aktien von Econet um 14,28 Prozent auf 72 Forint nach oben. Das Unternehmen erwartet durch eine neue Rundfunklizenz zusätzliche Umsätze im Umfang von mehreren Mrd. Forint erwirtschaften. Das Unternehmen hat gestern einen Genehmigung für das Betreiben einer Ungarn weiten Radiostation erhalten. Angesichts positiver Testergebnisse im Rahmen der Entwicklung einer neuen Therapiemethode zur Behandlung von Schizophrenie stiegen die Pharmawerte von Richter Gedeon um 1,74 Prozent auf 40 190 Forint.

In einem sehr festen internationalen Finanzsektor konnten auch die ungarischen Bankenwerte klar zulegen. So gingen die Aktien von OTP Bank mit einem Plus von 7,29 Prozent bei 5 430 Forint aus dem Handel. FHB Land Credit & Mortgage Bank schlossen mit einem Aufschlag von 2,95 Prozent auf 1 256 Forint. Vor dem Hintergrund gestiegener Ölpreise notierten die Ölwerte der Mol zum Sitzungsende um 1,94 Prozent bei 16 005 Forint fester.

In Warschau legte der WIG-20 um 1,46 Prozent auf 2 306,95 Zähler zu. Der breiter gefasste WIG-Index gewann 1,13 Prozent auf 38 763,24 Punkte. International konnten die Minenwerte deutlich von dem gestiegenen Konjunkturoptimismus profitieren. An der Warschauer Börse zählten die Aktien des Kupferproduzenten Kghm Polska Miedz mit einem Aufschlag von 4,8 Prozent auf 98,00 Zloty zu den größten Gewinnern im WIG-20. Die Aktien der Telekomunikacja Polska schlossen mit einem Minus von 1,1 Prozent bei 17,58 Zloty. Die Analysten von Wood & Co haben ihre Votum für die Aktien des Telekommunikationskonzernes auf "Sell" herabgestuft. Die Analysten bewerten die Ergebnisse zu den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres als schwach. Des Weiteren gab der polnische Finanzminister, Aleksander Grad, bekannt, den staatlichen Anteil an dem Unternehmen nicht zu den gegenwärtigen Kursen verkaufen zu wollen. Das aktuelle Kursniveau sei nicht "zufriedenstellend".

Die Anteilsscheine von TVN verloren 1,1 Prozent auf 14,84 Zloty. Der TV-Betreiber konnte im vergangen dritten Quartal einen Periodenüberschuss von 428 Mill. Zloty erwirtschaften. Bank Polski verteuerten sich um 4,2 Prozent auf 35,30 Zloty. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung hat der Finanzkonzern rund 5,13 Mrd. Zloty im Oktober eingenommen. In einem sehr freundlichen internationalen Sektorumfeld konnten sich auch Pekao von den jüngsten Kursverlusten etwas erholen und schlossen mit einem Plus von zwei Prozent auf 160,50 Zloty.

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