Internationale Aktienmärkte
Osteuropas Aktienmärkte schließen uneinheitlich

Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Montag uneinheitlich eschlossen. Während die Indizes in Warschau und Budapest in der Verlustzone schlossen, ging der Prager Aktienindex mit einem leichten Plus aus dem Handel.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Montag uneinheitlich eschlossen. Während die Indizes in Warschau und Budapest in der Verlustzone schlossen, ging der Prager Aktienindex mit einem leichten Plus aus dem Handel.

Polnischer Bankensektur Unter Druck

Die Warschauer Börse ist am Freitag schwächer aus dem Handel gegangen. Der Leitindex WIG-20 sank um 0,90 Prozent auf 2 608,95 Punkte. Der breiter gefasste WIG-Index fiel um 0,67 Prozent auf 40 651,79 Punkte. Die Nachrichten über den Milliardenverlust bei der US-Hypothekenbank Fannie Mae brachten die polnischen Bankwerte unter Druck. BRE Bank sanken 1,3 Prozent auf 370 Zloty und Bank Zachodni fielen um 2,7 Prozent auf 160,50 Zloty. PKO Bank verloren 1,8 Prozent auf 49,02 Zloty. PKO hatte am Freitag Halbjahreszahlen vorgelegte, die großteils im Einklang mit den Erwartungen der Analysten lagen. Das Nettoergebnis im zweiten Quartal stieg im Jahresvergleich um 46,8 Prozent, sank aber im Vergleich zum vergangenen Quartal um 5,7 Prozent.

Auch die Anteilsscheine der Bank Pekao mussten Federn lassen und schlossen um 2,8 Prozent leichter bei 181,70 Zloty. Das Investmenthaus Wood & Co stufte die Aktie von "Hold" auf "Sell" und empfehlen das Wertpapier daher zum Verkauf. Titel des Kupferkonzerns Kghm Polska Miedz sanken 3,8 Prozent auf 73,80 Zloty nachdem der Kupferpreis in London aufgrund Anzeichen einer schwächelnden Nachfrage nach Industriemetallen gefallen war.

Fannie MAE-Verluste Belasten Bankwerte IM BUX

An der Budapester Börse fiel der Leitindex BUX um 1,07 Prozent auf 20 969,58 Punkte. Nach dem Milliardenverlust der halbstaatlichen US-Hypothekenbank Fannie Mae, zeigten sich an den internationalen Märkten die Finanzwerte belastet. An der Budapester Börse verloren OTP Bank 3,80 Prozent auf 7 050 Forint und zogen den BUX ins Minus. Auch die Titel der FHB Land Credit & Mortgage Bank fielen um 0,49 Prozent auf 1 202 Forint. Damit zeigten sich die Anteilsscheine vom Halbjahresergebnis der Bank unbeeindruckt. Das Ergebnis nach Steuern stieg um 24 Prozent auf 3,5 Mrd. Forint.

Die Indexschwergewichte zeigten sich uneinheitlich. Mol sanken um 0,52 Prozent auf 18 005 Forint und Magyar Telekom verloren 1,36 Prozent auf 794 Forint. Richter Gedeon stiegen allerdings um 3,41 Prozent auf 32 425 Forint und reagierten damit nicht auf die jüngste Studie der Analysten von KBC. Diese stuften die Richter-Aktie nach den Zweitquartalszahlen von "Buy" auf "Hold" ab. Das Nettoergebnis des Pharmakonzerns hatte sich im Jahresvergleich um 72,4 Prozent auf 2,9 Mrd. Forint verschlechtert.

Orco Fallen Nach VorlÄUfigem Quartalsergebnis

Die Prager Börse hat am Freitag mit gut behauptet geschlossen. Der Leitindex PX beendete den Handel um 0,20 Prozent fester bei 1 453,50 Punkten. Aktien der Immobiliengruppe Orco Property erleichterten sich am Freitag erneut, nachdem sie am Vortag schon um fast acht Prozent eingebrochen waren. Sie fielen um 0,47 Prozent auf 555,50 Kronen. Orco hat vorläufige Zweitquartalsergebnisse präsentiert, die einen leichten Aufwärtstrend signalisieren. Zwar stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um nur 0,2 Prozent, jedoch bedeutet dies eine starke Verbesserung zum ersten Quartalsergebnis, das 20 Prozent unter dem Ergebnis von 2007 lag.

Unipetrol sanken um 2,26 Prozent auf 197,05 Kronen. Die Anteilsscheine des größten tschechischen Veredlers sanken nach der Ankündigung, dass das Kralupy-Werk im Jahr 2009 für eine bestimmte Zeit stillgelegt werden soll. Darüber hinaus rechnen von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten im Schnitt mit einem Ergebnisrückgang von 61 Prozent im zweiten Quartal im Jahresvergleich.

New World Resources (NWR) stiegen um 1,38 Prozent auf 463,80 Kronen. Das Unternehmen unterzeichnete einen Kaufvertrag für die tschechische Viamont Cargo. Experten sehen in dem Kauf einen strategisch sinnvollen Schritt, um die Auslieferung der produzierten Güter zu garantieren und vor eventuellen Transportausfällen zu schützen./

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