Internationale Aktienmärkte
Osteuropas Börsen schließen mit verlusten

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Freitag mit Verlusten geschlossen. Während sich das Minus in Warschau in Grenzen hielt, beendeten Budapest und Prag den Handelstag sehr schwach.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Freitag mit Verlusten geschlossen. Während sich das Minus in Warschau in Grenzen hielt, beendeten Budapest und Prag den Handelstag sehr schwach.

In Warschau verlor der WIG-20 0,66 Prozent auf 1 802,37 Einheiten. Der breiter gefasste WIG-Index sank um 0,45 Prozent auf 29 322,72 Punkte.

Das Statistische Hauptamt hatte mitgeteilt, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal im Vorjahresvergleich um 0,8 Prozent gestiegen war. Experten hatten nach Angaben der Polnischen Presseagentur PAP ein Wachstum von einem Prozent erwartet. Wie die Agentur betonte, sei es Polen gelungen, der in Europa herrschenden Rezession zu entkommen. Das polnische Außenministerium hält für das ganze Jahr eine Wachstumsprognose von etwa einem Prozent für realistisch.

Die Indexschwergewichte tendierten mehrheitlich leichter. Zulegen konnten hingegen PKN Orlen mit plus 1,8 Prozent auf 29,00 Polnische Zloty. Das Raffinerieunternehmen dürfte Experten zufolge von den deutlich gestiegenen Ölpreisen profitiert haben.

Einbußen mussten hingegen Bank Pekao , PKO BP und TP SA hinnehmen. Die Papiere der Bank Pekao fielen mit minus drei Prozent auf 108,40 Zloty am stärksten und zeigten sich damit von einer Analystenherabstufung durch die ING belastet. Die Papiere des Mitbewerbers PKO BP gaben um 2,3 Prozent auf 25,00 Zloty ab. Hier gab es eine Analystenherabstufung durch die Citigroup. Die Anteilsscheine des Telekommunikationskonzerns TP SA verschlechterten sich um 2,6 Prozent auf 16,70 Zloty.

In Budapest gab der BUX um 4,52 Prozent auf 14 937 Einheiten nach.

Zu Beginn war die Börse noch fester in den Handel gestartet. Ein Reigen etwas schlechter als erwartet ausgefallener US-Wirtschaftsdaten drückte den BUX am Nachmittag Experten zufolge in den negativen Bereich.

Bei der OTP Bank gab es kurz vor Börsenschluss massive Verkäufe, womit das Handelsvolumen in OTP-Titeln auf die Hälfte des Gesamthandelsvolumens anstieg. Die Anteilsscheine selbst gaben nur minimal um 0,25 Prozent auf 3 531 Ungarische Forint ab.

Schlimmer erwischte es die anderen Schwergewichte MOL , Richter Gedeon und Magyar Telekom . MOL stürzten trotz eines deutlich gestiegenen Ölpreises um 9,02 Prozent auf 12 455 Forint ein. Richter Gedeon gaben 5,48 Prozent auf 29 300 Forint ab. Magyar Telekom verschlechterten sich um 4,8 Prozent auf 595 Forint.

In Prag fiel der PX um 4,09 Prozent auf 864,6 Zähler.

Vor allem in den letzten Minuten vor Börsenschluss wurde der Index stark ins Minus gedrückt. Grund hierfür waren die Titel der Komercni Banka, die nachrichtenlos um 11,73 Prozent auf 2 379,00 Tschechische Kronen abstürzten. Papiere der Erste Group gaben um 2,81 Prozent auf 450,00 Kronen nach.

Unipetrol verloren trotz eines höheren Ölpreises 4,56 Prozent auf 113,00 Kronen und standen damit den zweiten Tag in Folge unter großen Verkaufsdruck.

Der Gebrauchtwagenverkäufer AAA Auto hatte für das erste Quartal einen Nettoverlust bekannt gegeben, der niedriger ausfiel als von Analysten erwartet wurde. Die Papiere honorierten die besser als erwartet ausgefallenen Zahlen mit einem Plus von 3,39 Prozent auf 9,14 Kronen.

Cetv rasselten mit minus 7,59 Prozent auf 341,00 Kronen in den Keller. Der Betreiber von Fernsehstationen zeigte sich von einer Ratingherabstufung belastet. Standard & Poors hatte die Bonitätsnote für das Unternehmen von BB- auf B+ gesenkt. Als Begründung wurden einbrechende Werbekosten infolge der Wirtschaftskrise genannt./

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