Internationale Aktienmärkte
Osteuropas Börsen schließen schwach

Die wichtigsten Börsen in Osteuropa haben am Dienstag allesamt schwach geschlossen. Sowohl die Warschauer Börse wie auch die Börsen in Budapest und Prag beendeten den Handelstag mit deutlichen Verlusten.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten Börsen in Osteuropa haben am Dienstag allesamt schwach geschlossen. Sowohl die Warschauer Börse wie auch die Börsen in Budapest und Prag beendeten den Handelstag mit deutlichen Verlusten.

In Warschau gab der Leitindex WIG-20 um 1,26 Prozent auf 2 558,49 Punkte nach und notierte somit auf dem niedrigsten Niveau seit Juni 2006. Der breiter gefasste WIG-Index fiel um 1,60 Prozent auf 40 489,39 Zähler.

Unter den wenigen Kursgewinnern fanden sich Titel des Energiekonzerns CEZ . Sie schlossen um 2,1 Prozent fester bei 192 Zloty. CEZ erhielt gemeinsam mit zwei Partnerunternehmen den Zuschlag für die Privatisierung des türkischen Energieversorgers Sedas. Der Kaufpreis liegt dem Unternehmen zufolge bei rund 600 Mill. Dollar.

Lotos mussten nach vier Tagen erstmals Kursabschläge hinnehmen und verloren 0,4 Prozent auf 26,40 Zloty. Die Anleger des Ölkonzerns verhinderten zum zweiten Mal den Plan, neue Aktien speziell für Manager zu verkaufen, berichtete die polnische Presseagentur "Puls Biznesu".

Tagesverlierer im WIG-20 waren Aktien der Getin Holding, die vom polnischen Milliardär Leszek Czarnecki kontrolliert wird. Die Tageszeitung "Rzeczpospolita" berichtete, dass Czarnecki 1980 vom kommunistischen Geheimdienst rekrutiert und für die Bespitzelung von oppositionellen Studierenden bezahlt wurde. Analysten der Bank Zachodni erklärten, dass die Investoren momentan nervös seien und sich bei negativen Nachrichten schnellstmöglich von den Anteilsscheinen trennen. Getin brachen um 6,5 Prozent auf 8,50 Zloty ein und notierten zu Handelsschluss so tief wie seit zwei Jahren nicht mehr.

Prag Deutlich SchwÄCher

In Prag hat die Börse deutlich schwächer geschlossen. Der Leitindex PX fiel deutlich um 1,69 Prozent auf 1 438,5 Punkte. Wie an der Warschauer Börse waren auch in Prag Aktien des Energiekonzerns CEZ gut gefragt und verteuerten sich um 1,41 Prozent auf 1 365 Kronen. Die Wertpapierspezialisten von JP Morgan erhöhten ihr CEZ-Kursziel auf 1 580 Kronen.

Vor allem Bankwerte standen an der Prager Börse unter Druck. Sie folgten den schwachen Vorgaben der internationalen Leitbörsen. Erste Bank büßten 4,07 Prozent auf 907 Kronen ein und Komercni Banka sanken um 4,16 Prozent auf 3 383 Kronen. Tagesverlierer waren erneut Vienna Insurance Group mit einem Minus von 4,65 Prozent auf 962,10 Kronen.

Philip Morris sanken nach der Ankündigung von Preiserhöhungen ihrer Zigarettenmarken um 0,05 Prozent auf 4 418 Kronen. So sollen die bekannten Marken Marlboro, Start und Petra um acht Kronen pro Packung teurer werden. Damit reagiert der Konzern auf die im Januar erhöhte Verbraucherabgabe von sieben Kronen pro Schachtel.

Auch Budapest IM Minus

Budapests Leitindex BUX büßte 1,35 Prozent auf 20 111,41 Punkte ein. Als beharrliche Belastungsfaktoren zeigten sich einmal mehr der hohe Ölpreis und die schwachen Finanzwerte aus Übersee. Nur zwei Titel im Leitindex BUX konnten mit Kursgewinnen schließen.

So machten Aktien des Pharmaunternehmens Phylaxia die Verluste vom Vortag (minus 5,55 Prozent) wett und stiegen um 5,88 Prozent wieder auf 18 Forint. Auch ein weiterer Pharmatitel im BUX, Richter Gedeon , gewann 0,13 Prozent auf 32 350 Forint.

OTP Bank verbilligten sich nach neuerlichen Abschreibungsspekulationen im Bankensektor um 2,52 Prozent auf 6 101 Forint. Magyar Telekom sanken 2,05 Prozent auf 714 Forint. Wertpapiere des Autoindustriezulieferers Raba brachen um 5,06 Prozent auf 1 500 Forint ein. Am Montag kaufte der Konzern für rund 30 Mill. Forint 18 960 eigene Aktien zu je 1 596 Forint zurück und hält nun 646 254 seiner 13,5 Mill. Anteilsscheine.

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