Internationale Aktienmärkte
Osteuropas Börsen uneinheitlich

Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Börsen haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen.

Getin Nach Quartalszahlen AN DER Spitze DES WIG-20

Die Warschauer Börse schloss leichter. Der Leitindex WIG-20 fiel um 0,42 Prozent auf 2 620,53 Punkte. Der breiter gefasste WIG-Index büßte 0,36 Prozent auf 40 903,46 Punkte. Tagessieger im WIG-20 waren Titel des Finanzdienstleisters Getin Holding. Sie schlossen mit einem Anstieg von 3,9 Prozent bei 10,33 Zloty auf einem Siebenwochen-Hoch. Die Zweitquartalszahlen von Getin übertrafen die Erwartungen der Experten. Der Nettogewinn konnte im Vergleich zum Vorquartal um 19,3 Prozent auf 151,3 Mill. Zloty gesteigert werden. Analysten hatten im Vorfeld mit 138 Mill. Zloty gerechnet.

Kghm Polska Miedz stiegen den vierten Tag in Folge und gewannen zwei Prozent auf 78,40 Zloty. Auch der Kupferkonzern konnte mit seinen Quartalszahlen positiv überraschen. Die Umsätze wurden auf Quartalssicht um 0,9 Prozent auf 3,03 Mrd. Zloty gesteigert, der Gewinn sank um 15,2 Prozent auf 832,5 Mill. Zloty. Trotzdem lag der Gewinn um 4,3 Prozent über den Analystenprognosen.

Der polnische Bankensektor zeigte sich uneinheitlich. Während PKO 0,7 Prozent auf 48,10 Zloty zulegten, gaben Pekao 3,4 Prozent auf 173,80 Zloty nach. Bre Bank verbilligten sich um 0,8 Prozent auf 370 Zloty.

Budapester BÖRSE MIT Deutlichen Kursgewinnen

Die Budapester Börse hat den Handel sehr fest beendet. Der Leitindex BUX gewann 460,85 Punkte oder 2,27 Prozent auf 20 721,10 Punkte und glich die Vortagsverluste nahezu gänzlich aus. Getragen wurde der Anstieg im BUX vor allem vom Handel mit den Finanzwerten der OTP Bank und den Energietiteln der MOL. Gemeinsam verbuchten diese Titel ein Handelsvolumen von 16,1 Mrd. Forint. Die Titel der OTP Bank stiegen nach fünf verlustreichen Tagen wieder und gewannen 1,91 Prozent auf 6 931 Forint. Die größte ungarische Bank erwirtschaftete einen Zweitquartalsgewinn von 74,28 Mrd. Forint, elf Prozent mehr als Experten erwartet hatten.

MOL kletterten um 2,07 Prozent auf 17 200 Forint und gingen zum ersten Mal seit sieben Tagen mit einem positiven Vorzeichen aus dem Handel. Die Analysten von Budacash stuften die Aktie von "Hold" auf "Accumulate" auf, nachdem die Aktie am gestrigen Mittwoch das tiefste Niveau seit Juni 2005 erreicht hatte.

Auch die anderen Blue Chips schlossen mit Kursgewinnen. Magyar Telekom stiegen um 1,39 Prozent auf 801 Forint. Richter Gedeon verzeichneten mit einem Plus von 4,93 auf 33 790 Forint den stärksten Aufschlag im BUX.

Prager BÖRSE Schliesst Nahezu UnverÄNdert Unipetrol Erneut STÄRkster PX-Titel

Die Prager Börse schloss nahezu unverändert. Der Leitindex PX ging mit einem minimalen Aufschlag von 0,01 Prozent oder 0,1 Punkten bei 1 448,40 Zählern aus dem Handel.

Unbeeindruckt von den am Morgen veröffentlichten Konjunkturdaten startete die Prager Börse mit einem kräftigen Plus in den Frühhandel. Das Wirtschaftswachstum in Tschechien hat sich im 2. Quartal 2008 verlangsamt. Laut dem Statistikamt stieg das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4,5 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent). Experten hatten einen Wert von 5,0 Prozent erwartet.

Die Konjunkturdaten aus Übersee machten die Gewinne des Frühhandels allerdings wieder wett. Angeheizt von der rasanten Teuerung bei Energie sind die Verbraucherpreise in den USA so stark gestiegen wie seit Januar 1991 nicht mehr. Zudem fielen die Arbeitsmarktdaten schlechter aus als erwartet. Im Durchschnitt beantragten in den vergangenen vier Wochen 440 500 Menschen Arbeitslosenhilfe. Die Börsen reagierten weltweit empfindlich auf diese Zahlen.

Ceske Energeticke Zavody (CEZ) -Titel gewannen 0,08 Prozent auf 1 239 Kronen. Der tschechische Energiekonzern hat im ersten Halbjahr 2008 den Nettogewinn um 38 Prozent auf 29 Mrd. Kronen gesteigert. Damit profitierte das Unternehmen vor allem von den gestiegenen Energiepreisen. Tagessieger im PX-Index waren am zweiten Tag in Folge Unipetrol . Sie stiegen um 3,60 Prozent auf 210,30 Kronen. Zwar lag das Betriebsergebnis unter den Erwartungen der Analysten, jedoch konnte im Segment "Refining" ein höherer Gewinn als prognostiziert erwirtschaftet werden. Am anderen Ende der Kurszettels schlossen Erste Bank mit einem Minus von 2,10 Prozent auf 995,60 Kronen./s

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