Internationale Aktienmärkte
Osteuropas Börsen uneinheitlich

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Montag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Während der WIG-20 in Warschau fast ein Prozent zulegte, beendeten die Barometer in Prag und Budapest den Handel in tiefroten Gefilden.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes sind am Montag uneinheitlich aus dem Handel gegangen. Während der WIG-20 in Warschau fast ein Prozent zulegte, beendeten die Barometer in Prag und Budapest den Handel in tiefroten Gefilden.

In Budapest ist die Börse nach den massiven Kursverlusten der vergangen Handelstage weiter in die Tiefe gestürzt. Am Donnerstag und Freitag vergangener Woche hatte die Budapester Börse feiertagsbedingt nicht geöffnet. Am Montag gab der Leitindex BUX um weitere 9,78 Prozent auf 10 751,23 Punkte nach.

Am Wochenende erzielte Ungarn eine Einigung über ein "substanzielles Hilfspaket" vom Internationalen Währungsfonds (IWF) im Gegenzug zu einschlägigen Wirtschaftsreformen. Politische Maßnahmen sollen die Wirtschaft des Landes kurzfristig stabilisieren und langfristig stärken, sagte IWF-Direktor Strauss-Kahn.

Ein umfangreiches Finanzpaket zur Stützung dieser politischen Entscheidungen wird verkündet, wenn die Maßnahmen in den kommenden Tagen abgeschlossen sind, so Strauss-Kahn. Laut dem IWF-Chef sind sowohl seine Institution als auch die EU und einige europäische Regierungen an dem Finanzpaket beteiligt.

Die Anteilsscheine von Mol führten am Montag die Liste der Kursverlierer mit einem Minus von 14,58 Prozent auf 8 610 Forint an. Raba Automotive Group verloren 12,71 Prozent auf 570 Forint. Richter Gedeon gab 11,47 Prozent auf 24 300 Forint ab. Magyar Telekom gingen mit Kursabschlägen von 10,00 Prozent auf 9 000 Forint aus dem Handel.

In Warschau behauptete sich die Märkte gegen den Trend der Osteuropabörsen. Der WIG-20 schloss mit einem Plus von 0,93 Prozent bei 1 570,11 Punkten. Der umfassendere WIG-Index verlor lediglich 0,05 Prozent auf 25 278,60 Punkte.

Am stärksten verloren die Papiere des tschechischen Versorgers Ceske Energeticke Zavody (CEZ) . Sie verbuchten einen Verlust von 10,29 Prozent auf 91,50 Zloty. Die Titel des Schwergewichts Telekomunikacja Polska fielen um 3,90 Prozent auf 18,00 Zloty. Agora verzeichneten Einbußen von 3,88 Prozent auf 18,84 Zloty. PKO BP gaben 0,57 Prozent auf 24,60 Zloty ab.

Pgnig verloren 3,05 Prozent. Am Freitag hatte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Miroslaw Szkaluba mitgeteilt, dass rote Zahlen im vierten Quartal wahrscheinlich sind, wenn die polnische Währung weiter gegenüber dem Dollar fällt. Angesichts der steigenden Kosten für Gasimporte erwarten Analysten, dass der Gasförderer Investitionen außerhalb Polens zurückschrauben werde.

Indexschwergewicht Bank Pekao gewannen 1,71 Prozent auf 106,80 Zloty. BRE Bank verzeichneten ein Plus von 3,45 Prozent auf 150,00 Zloty. Kghm schlossen mit Kurszuwächsen von 5,56 Prozent auf 22,59 Zloty. Die Liste der Kursgewinner führten GTC (Global Trade Center) an. Der in Osteuropa tätige Immobilienentwickler legte um 7,48 Prozent auf 15,80 Zloty zu.

In Prag ist die Börse weiter in die Tiefe gestürzt. Der Leitindex PX sackte um 6,85 Prozent auf 699,80 Zähler ab.

Am Freitag vergangener Woche mussten Cetv (Central European Media Enterprises) den Handel an der Prager Börse zwischenzeitlich wegen starker Einbrüche unterbrechen. Nach einem Verlust von 28,27 Prozent korrigierten die Anteilsscheine am Montag und schlossen mit einem Plus von 12,86 Prozent auf 417,00 Kronen. Cetv waren die einzigen Titel mit positivem Vorzeichen.

Die Aktien von Tschechiens größtem Versorger CEZ gingen mit einen deutlichen Kursabschlag von 10,76 Prozent auf 580,50 Kronen aus dem Handel. CEZ-Aktien verbuchten das größte Handelsvolumen im PX und führten die Liste der Kursverlierer an.

Komercni Banka schlossen mit minus 7,73 Prozent auf 2 185,00 Kronen. Erste Group Bank verloren 6,70 Prozent auf 412,50 Kronen. Orco Property Group gaben um 6,08 Prozent auf 214,60 Kronen nach.

Telefonica O2 mussten Verluste von 5,49 Prozent auf 336,00 Kronen hinnehmen. Der dritte Mobilfunkanbieter am tschechischen Markt hatte eine formale Beschwerde beim Büro für Telekommunikation eingereicht. Die Gebühren für die Netzwerknutzung, die Orange und T-Mobile verlangen, seien übermäßig hoch.

Papiere von New World Resources (NWR) verloren weitere 3,08 Prozent auf 69,25 Kronen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%