Internationale Aktienmärkte
Osteuropas Börsen uneinheitlich

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Freitag uneinheitlich geschlossen. Während Prag und Budapest fest tendierten, beendete die Warschauer Börse den Handel im Minus.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Freitag uneinheitlich geschlossen. Während Prag und Budapest fest tendierten, beendete die Warschauer Börse den Handel im Minus.

In Prag verzeichnete die Börse den dritten Tag in Folge steigende Notierungen. Der Leitindex PX gewann 1,55 Prozent auf 877,9 Zähler. Damit machte der Index die Verluste vom Wochenbeginn bis zum Wochenende wieder wett.

Central European Media Enterprises stiegen um 1,17 Prozent auf 465,50 Kronen und trotzten damit der steigenden Anzahl an Kurszielsenkungen von Analystenhäusern. Am Donnerstag hatte Merrill Lynch das Kursziel um 40 Prozent gesenkt und Goldman Sachs hatte es um 42 Prozent gekappt.

Die Banken im Prager Leitindex waren an beiden Enden des Kurszettels zu finden. Als Tagessieger kletterten Komercni Banka um 9,21 Prozent auf 2 821 Kronen. Gerüchten zufolge ist die Tochter der Societe Generale von der Finanzkrise kaum betroffen und dürfte im Bericht zum dritten Quartal einen gestiegenen Gewinn vorlegen. Die Schätzung der Experten lautet auf 3,1 Mrd. Kronen nach 2,83 Mrd. Kronen in der Vorjahresperiode. Das Unternehmen wird am 7. November die Zahlen vorlegen.

Erste Group Bank schlossen mit einem Minus von 4,49 Prozent auf 500,10 Kronen am Schluss des Kurszettels. Fitch Ratings hatte das Rating angesichts der Konjunkturabkühlung in Europa von "positive" auf "stable" herabgesetzt. Goldman Sachs hatte darüber hinaus das Kursziel für die Aktie um 42 Prozent gesenkt.

CEZ gewannen 3,83 Prozent auf 814 Kronen. CEZ wird nächstes Jahr laut Medienberichten mehr Geld in das Versorgungsnetz investieren. Nach Investitionen von rund 8,3 Mrd. Kronen dieses Jahr sollen 2009 etwa zehn Mrd. Kronen in das Netz gesteckt werden.

New World Resources (NWR) schlossen 5,49 Prozent fester bei 96,25 Kronen. Das Unternehmen geht von zukünftigen Kohlepreisen nicht unter dem Niveau von 2008 aus. Auch für die ins Auge gefassten Übernahmen von polnischen Kohleminen gebe es finanziellen Spielraum, so das Unternehmen.

In Warschau konnte der WIG-20 an allen fünf Handelstagen zulegen. Am Freitag betrug das Plus 1,66 Prozent auf 1 825,84 Punkte. Der breiter gefasste WIG-Index stieg um 1,21 Prozent auf 28 397,06 Punkte.

Titel der BRE Bank kletterte um 4,4 Prozent auf 184 Zloty. BRE Bank hatte am Donnerstag die Ergebnisse zum dritten Quartal veröffentlicht, die um neun Prozent über den Erwartungen der Experten lagen. Mit einem Konzernüberschuss von 202 Mill. Zloty lag der Gewinn um 23 Prozent über der Vergleichszahl des Vorjahres mit 164 Mill. Zloty.

Die Investoren bei TVN haben in der Hauptversammlung das Aktienrückkaufprogramm für die Jahre 2008 und 2009 wie erwartet abgesegnet. Die Analysten von KBC Securities errechnen bei dem aktuellen Kurs einen Wert des Programmes von rund 4,5 Mrd. Zloty. TVN stiegen um 6,6 Prozent auf 13,77 Zloty.

Kghm stiegen den fünften Tag in Folge und verbuchten ein Plus von 3,2 Prozent auf 30,45 Zloty. Der Kupferpreis war an der London Metal Exchange gesunken, die Aktie zeigte sich unbeeindruckt. Getin Holding zeigten sich nach negativen Analysteneinschätzungen mit einem Minus von 0,7 Prozent auf 5,73 Zloty. Die Wertpapierspezialisten der Deutsche Bank hatten ihre Anlageempfehlung für die Anteilsscheine von "Buy" auf "Hold" gesenkt und das Kursziel um 47 Prozent gekappt.

In Budapest endete der Handel nach drei Tagen mit Gewinnen in der Verlustzone. Der Leitindex BUX verlor 1,30 Prozent auf 13 505,70 Punkte.

Unter den Indexschwergewichten erlitten OTP Bank den größten Kursverlust. Die Bankwerte verloren 5,10 Prozent auf 3 369 Forint. Die Analysten von KBC Securities sehen in einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit Bulgariens durch S & P den Grund für die Kursverluste der OTP Bank. Die bulgarische DSK sei die größte ausländische Tochter der OTP, die 11,7 Prozent des Gewinns im ersten Halbjahr beigesteuert hätte.

Die anderen Blue Chips schlossen uneinheitlich. Während Pharmaaktien von Richter Gedeon um 2,35 Prozent auf 27 900 Forint stiegen, verbilligten sich Mol um 1,74 Prozent auf 10 995 und Magyar Telekom um 0,62 Prozent auf 644 Forint.

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