Internationale Aktienmärkte
Osteuropas Börsen uneinheitlich

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Freitag erneut keinen einheitlichen Trend gezeigt.

Warschau/Prag/Budapest (dpa-AFX/APA) - Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Freitag erneut keinen einheitlichen Trend gezeigt. Während polnische Aktien gegen den gesamteuropäisch schwächeren Börsentrend zulegen und ungarische Titel sich noch stabil halten konnten, dominierten in Prag die Verlierer.

Am Warschauer Aktienmarkt stieg der Leitindex WIG-20 um 0,15 Prozent auf 2 759,52 Punkte. Der breiter gefasste WIG-Index legte um 0,28 Prozent zu auf 47 651,54 Punkte. Tauron konnten sich 1,47 Prozent auf 6,98 Zloty verteuern, nachdem die Versorgertitel nach der Börsensitzung vom heutigen Freitag in den WIG-20 aufgenommen werden sollen. Ersetzen werden sie die Papiere des Insulinherstellers Bioton, die am Ende des WIG-20 um 12,50 Prozent auf 0,14 Zloty abstürzten. Daran konnte auch der kürzlich unterschriebene Vertrag mit der japanischen Gruppe Arkray nichts ändern, der von den Experten von KBC Securities als "positive Neuigkeit" für das Unternehmen eingestuft wurde.

Ebenfalls abgeben mussten die Titel des Gasproduzenten Polskie Gornictwo Naftowe i Gazownictwo (Pgnig). Zwar hatte die nationale Regierungsbehörde der Anfrage des Gasproduzenten, den Zolltarif auf Gas herabzusetzen, nachgegeben. Die Reduktion habe aber letztlich unter den erhofften vier Prozent gelegen, so die Experten von KBC Securities. Die Papiere büßten 1,64 Prozent auf 3,6 Zloty ein. Für Bewegung sorgten auch Analystenkommentare. So verloren PZU 0,58 Prozent auf 359 Zloty, nachdem RE Bank Securities die Einstufung "Accumulate" mit einem Kursziel von 390 Zloty für die Versicherungstitel bestätigt hatte. Die Anteilsscheine des Kupferproduzenten Kghm Polska Miedz konnten dagegen trotz einer Abstufung zulegen, und zwar um 0,65 Prozent auf 155 Zloty. Goldman Sachs hatte die Papiere von "Buy" auf "Neutral" abgestuft.

In Prag sank der Leitindex PX dagegen um 1,02 Prozent auf 1 187,70 Punkte. Ceske Energeticke Zavody (CEZ) legten im Spitzenfeld des PX 1,44 Prozent auf 774 tschechische Kronen zu. Der Versorger hatte zwar verkündet, dass der Gewinn im nächsten Jahr unter den neuen Steuern auf Emissionszertifikate und Solarenergie leiden werde. Andererseits war aber bekannt geworden, dass die Europäische Investitionsbank CEZ 200 Mill. Euro zur Finanzierung eines Windenergie-Projektes in Rumänien zur Verfügung stellen wird.

Demgegenüber fanden sich die Papiere der Vienna Insurance Group (VIG) am unteren Ende des PX mit einem Minus von 9,94 Prozent bei 869,1 tschechische Kronen. Wie die VIG mitteilte, werde es zur Jahresmitte einen Wechsel an der Spitze der ungarischen VIG-Tochter Union Biztosito Vienna Insurance Group geben. Der derzeitige Chef Miklos Zsoldos ziehe sich auf eigenen Wunsch aus der Funktion zurück. An seine Stelle tritt Gabor Lehel, der seit 2003 bereits unterschiedliche leitende Funktionen in der Gruppe innehatte. Auch Erste Group mussten abgeben und verloren in einem europaweit schwachen Bankensektor 2,42 Prozent auf 845 tschechische Kronen. Komercni Banka gingen mit einem Abschlag von 2,42 Prozent auf 4 350 tschechische Kronen aus dem Handel.

In Ungarn schloss der Leitindex BUX mit einem minimalen Plus von 0,01 Prozent kaum verändert. Im Fokus standen Egis mit einer Meldung zur Dividendenpolitik. Demnach plant das Unternehmen, eine Dividende von 120 Forint je Aktie auszuschütten. Vor diesem Hintergrund legten Egis 2,26 Prozent auf 20 795 Forint zu und konnten sich damit im Spitzenfeld des BUX positionieren. Abgeben mussten dagegen Magyar Telekom. Die Experten von Nomura International haben die Papiere des ehemaligen Telekommonopols zwar von "Reduce" auf "Neutral" hochgestuft. Ungeachtet dessen verloren Magyar Telekom aber zum Handelsschluss 0,19 Prozent auf 520 Forint.

Ebenfalls mit einem negativen Vorzeichen aus dem Handel gingen Richter Gedeon , die sich um 1,90 Prozent auf 42 005 Forint verbilligten. Am Vortag hatten die Pharmatitel angesichts eines exklusiven Lizenzvertrages mit einer Tochter von Watson Pharmaceutical noch zugelegt. Dem europäischen Negativ-Trend bei Bankentiteln entziehen konnten sich FHB Land Credit & Mortgage Bank , die sich 2,90 Prozent auf 993 Forint verteuerten. OTP Bank zeigten sich unverändert bei 5 250 Forint.

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