Internationale Aktienmärkte
Positive US-Stimmung prägt Europas Börsen

Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch von der positiven Stimmung an den US-Börsen profitiert und zugelegt. Die Gewinne reichten aber bei weitem nicht aus, um das kräftige Minus vom Dienstag wieder wett zu machen.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die europäischen Aktienmärkte haben am Mittwoch von der positiven Stimmung an den US-Börsen profitiert und zugelegt. Die Gewinne reichten aber bei weitem nicht aus, um das kräftige Minus vom Dienstag wieder wett zu machen. Unterstützung für die US-Börsen war von besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen von Walt Disney gekommen sowie von erfreulichen Konjunkturdaten.

Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 schloss knapp unter Tageshoch mit plus 1,16 Prozent auf 3 760,12 Zähler. Für den auch schweizerische und britische Werte umfassenden Stoxx 50 ging es um 0,42 Prozent hoch auf 3 216,03 Punkte. Der Euronext 100 legte um 0,84 Prozent auf 856,55 Zähler zu. In Paris rückte der CAC 40 um 0,83 Prozent auf 4 816,43 Zähler vor. Der Londoner Ftse 100 stieg um 0,13 Prozent auf 5 875,40 Zähler.

An der Börse in London rückten Rohstoff- und Bergbaukonzerne in den Fokus. Der australisch-britische Rohstoffkonzern BHP Billiton hatte im Übernahmepoker um den Konkurrenten Rio Tinto ein höheres Angebot auf den Tisch gelegt, was dieser allerdings erneut ablehnte. Da Rio Tinto seit vergangener Woche mit Chinalco und Alcoa einen neuen Großaktionär an Bord hat, halten Branchenkenner es für möglich, dass ein Bieterwettstreit um den in Großbritannien, Australien und den USA beheimateten Rio-Tinto-Konzern entbrennen könnte. BHP verloren 4,82 Prozent auf 1 521,00 Pence und waren damit schwächster "Footsie"-Wert. Rio Tinto fielen um 0,31 Prozent auf 5 417,00 Pence.

Aviva verloren 1,15 Prozent auf 602,50 Pence. Der größte britische Versicherer hatte zwar sein Neugeschäft im vergangenen Jahr deutlich gesteigert, im allgemeinen Versicherungsgeschäft ist nach Konzernangaben aber mit höher als bislang erwarteten Belastungen zu rechnen. Der Grund dafür seien Hochwasserschäden in Großbritannien aus dem vergangenen Sommer, hieß es. Favorit im Ftse 100 waren British Sky Broadcasting (Bskyb) mit plus 7,05 Prozent auf 577,25 Pence. Die missglückte Beteiligung am Fernsehsender ITV hatte den britischen Bezahlsender Bskyb im ersten Halbjahr 2007/2 008 wie erwartet in die roten Zahlen getrieben. Insgesamt hieß es am Markt jedoch, dass die Zahlen besser als befürchtet ausgefallen seien.

Die Aktien der France Telecom drehten nach anfänglichen Gewinnen in die Verlustzone und gaben am Ende des Eurostoxx50 um 1,82 Prozent auf 22,60 Euro nach. Der Telekomkonzern hatte im vergangenen Jahr seinen Gewinn kräftig gesteigert und will daran auch die Aktionäre mit einer überraschend hohen Dividende von 1,30 Euro teilhaben lassen. Händler sprachen von einem starken Zahlenwerk, das die Markterwartungen durch die Bank übertroffen habe. Die Titel der Societe Generale gehörten mit 3,22 Prozent auf 81,75 Euro zu den größten Gewinnern. Am Markt wurde auf weiterhin kursierende Übernahmegerüchte verwiesen. Zudem stütze die Kapitalerhöhung, die gut von den Investoren angenommen werde.

Vallourec sackten um 8,53 Prozent auf 129,62 Euro ab, nachdem der Stahlröhrenhersteller für 2008 einen sehr vorsichtigen Ausblick gegeben hatte und auch mit sinkenden Gewinnmargen rechnet.

An der Börse in Stockholm fielen die Aktien von Volvo um 0,58 Prozent auf 85,50 schwedische Kronen. Der LKW-Bauer hatte zwar im vierten Quartal dank starker Umsätze seinen Gewinn gesteigert, aber dennoch die Markterwartungen verfehlt. Die Papiere der SAS AB brachen um 10,98 Prozent auf 54,75 Kronen ein, nachdem die skandinavische Fluggesellschaft im vierten Quartal Verluste verbucht hatte. Marktexperten hatten mit einem Gewinn gerechnet. Auch die Umsätze fielen enttäuschend aus.

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