Internationale Aktienmärkte
Rezessionsängste belasten Wiener Börse

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei schwachem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel um 25,88 Punkte oder 1,43 Prozent auf 1 781,83 Einheiten. Aktienhändler begründeten das Minus mit dem international schwachen Börsenumfeld.

dpa-afx/apa WIEN. Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei schwachem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel um 25,88 Punkte oder 1,43 Prozent auf 1 781,83 Einheiten. Aktienhändler begründeten das Minus mit dem international schwachen Börsenumfeld. Käufer seien zudem weiter nicht am Markt zu beobachten, viele institutionelle Anleger dürften ihre Bücher für heuer schon geschlossen haben, hieß es in Händlerkreisen.

Auch andere Börsen in Europa gaben zu Wochenbeginn deutlich nach. Als Auslöser der Verluste nannten Händler neue Rezessionsängste in Ländern wie Japan oder Großbritannien. Unter Druck kamen vor diesem Hintergrund in Wien viele konjunktursensitive, zyklische Aktien.

So büßten Wienerberger 6,76 Prozent auf 10,48 Euro ein. Ein Analyst in Wien führte die Abgaben neben der schwachen Tendenz zyklischer Titel auf eine Ankündigung der Rating-Agentur Moody"s zurück, die Bonitätseinstufung des Ziegelherstellers möglicherweise herabzustufen. Schwach zeigten sich unter den zyklischen Aktien auch Voestalpine mit einem Minus von 5,41 Prozent auf 15,38 Euro.

Größere Verluste sahen unter den ATX-Schwergewichten auch OMV mit einem Minus von 3,13 Prozent auf 21,68 Euro. Händlern zufolge sehe die Aktie nun charttechnisch angeschlagen aus. Die UBS hat zuletzt ihr OMV-Kursziel von 35 auf 24 Euro gekürzt und ihre Empfehlung auf "neutral" senkt. Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktie hingegen von 32 auf 35 Euro nach oben revidiert und bestätigt die "neutral"-Einstufung.

Unterschiedlich entwickelten sich zu Wochenbeginn die beiden Bankenschwergewichte. Raiffeisen büßten 5,15 Prozent auf 21,00 Euro ein. Erste Group konnten bei gutem Volumen von rund 33 Mill. Euro gegen den Trend 3,92 Prozent auf 14,85 Euro zulegen.

Unter den weiteren Gewinnern fanden sich nach Vorlage von Verkehrszahlen Austrian Airlines (AUA) mit einem Plus von 7,46 Prozent auf 3,17 Euro. Händlern und Analysten zufolge dürfte die Aktie von der Fantasie einer Lufthansa-Übernahme und der Hoffnung auf ein gutes Angebot an den Streubesitz profitieren. Die Reaktionen auf die Zahlen selbst reichten am Markt von "neutral" bis "weniger schlecht als befürchtet".

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