Internationale Aktienmärkte
Schwacher Börsentag in Zürich

ZÜRich (AWP) - Der Schweizer Aktienmarkt hat einen schwachen Tag eingezogen und schloss mit Verlusten auf breiter Front. Marktteilnehmer sprachen von einem regelrechten Ausverkauf, angeheizt von Inflations- und Konjunkturängsten sowie rekordhohen Ölpreisen.

ZÜRich (AWP) - Der Schweizer Aktienmarkt hat einen schwachen Tag eingezogen und schloss mit Verlusten auf breiter Front. Marktteilnehmer sprachen von einem regelrechten Ausverkauf, angeheizt von Inflations- und Konjunkturängsten sowie rekordhohen Ölpreisen. Allen voran die Finanzwerte, insbesondere UBS , und zyklische Aktien wurden markant zurückgenommen.

Ihren Tiefpunkt überwanden die Notierungen am Nachmittag nach neuen Konjunkturdaten aus den USA. Mit 50,2 Zählern lag das Stimmungsbarometer für das verarbeitende Gewerbe der USA klar oberhalb der Konsensschätzung von 48,6 Punkten und erstmals seit Januar wieder im expansiven Bereich. Der Bericht habe bestätigt, dass sich die US-Industrie noch in einer stagnativen Phase befindet, hieß es im Handel.

Bis zum Schlussgong um 17.30 Uhr verlor der SMI 1,56 Prozent auf 6 849,67 Punkte. Der SLI büßte um 2,18 Prozent auf 1 030,93 Zähler ein und der SPI gab 1,67 Prozent auf 5 757,64 Stellen nach.

Im SMI standen einmal mehr UBS im Fokus. Spekulationen um die Höhe der neuerlich erwarteten Abschreiber drückten die Titel um 5,3 Prozent auf 20,30 Franken; die Aktie erreichte Intraday gar mit 19,81 Franken einen neuen Allzeittiefstand. Belastet habe die Streichung von der "Europe-1-List" durch Merrill Lynch, hieß es. Auch die Ankündigung, den Umbau des Verwaltungsrates voranzutreiben, hat der UBS wenig geholfen. Manche Marktbeobachter hatten eher eine Gewinnwarnung erwartet, die heute (noch) ausgeblieben ist.

Die anderen Bankwerte gerieten in Sippenhaft: Julius Bär sanken um 6,0 Prozent auf 64,85 Franken und Credit Suisse um 3,3 Prozent auf 45,34 Franken. Kaum verschont wurden auch die Versicherer: Baloise wurden um 4,5 Prozent auf 102,80 Franken, Swiss Re um 2,1 Prozent auf 66,65 Franken und ZFS um 2,2 Prozent auf 255,75 Franken zurückgenommen.

Der kritische Mix aus Rezessions- und Inflationsängsten, gepaart mit hohen Ölpreisen liess auch die zyklischen Titel im Angebot stehen. Allen voran die Chemiewerte Clariant (minus 3,3 Prozent auf 10,03 Franken) und Ciba (minus 4,5 Prozent auf 28,20 Franken) wurden verkauft, weil die beiden Basler nach Meinung von Experten kaum die Marktmacht haben, die neue Preisrunde an ihre Kunden weiterzugeben. Im Industriesektor sackten ABB um 3,0 Prozent auf 28,20 Franken ab.

Adecco (minus 3,8 Prozent auf 48,80 Franken) litten unter den Konjunktursorgen und einer negativen Sektorstudie der UBS. Auch das Luxusgütersegment kennt Konjunktursorgen: Richemont verloren 2,9 Prozent auf 55,25 Franken; Swatch 3,3 Prozent auf 246,80 Franken.

Einzig einige defensive Werte gaben den Markt etwas Halt: Nestle gewannen 0,4 Prozent auf 46,32 Franken und Synthes legten um 1,8 Prozent auf 143,30 Franken zu. Die beiden Pharmaaktien Novartis (minus 0,3 Prozent auf 56,10 Franken) und Roche (minus 1,2 Prozent auf 181,80 Franken) wehrten sich mit unterschiedlichem Erfolg gegen den Trend nach unten.

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