Internationale Aktienmärkte
Schweizer Aktienmarkt auf Talfahrt

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag einen schwankungsfreudigen Handel im Minus beendet. Der SMI sank um 1,00 Prozent auf 5 459,86 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI verlor 0,86 Prozent auf 782,34 Punkte und der breite SPI gab 0,87 Prozent auf 4 508,01 Punkte ab.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag einen schwankungsfreudigen Handel im Minus beendet. Der SMI sank um 1,00 Prozent auf 5 459,86 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI verlor 0,86 Prozent auf 782,34 Punkte und der breite SPI gab 0,87 Prozent auf 4 508,01 Punkte ab.

Nach einem zunächst deutlich schwächeren Verlauf kam es am Nachmittag im Zuge einer freundlichen Wall Street zu einer kurzfristigen Erholung. In Amerika sorgte Händlern zufolge eine staatliche Finanzspritze für die angeschlagene US-Autobranche für Kauflaune. Allerdings halte die Sorge über die Nachhaltigkeit der Maßnahme die Euphorie Grenzen, meinte ein Händler.

Für größere Kursbewegungen bei Einzeltitel sorgte Beobachtern zufolge der große Verfall vieler Aktienoptionen. Der Verfall der Index-Optionen und-Futures habe sich dagegen in ruhigen Bahnen abgespielt, hieß es am Markt. Generell sei der Handel am letzten Tag der Vorweihnachtswoche sehr ruhig verlaufen, da sich viele private Anleger bereits für das neue Jahr positioniert hätten und auch keine relevanten Konjunkturdaten veröffentlicht worden seien.

Unter größerem Abgabedruck standen ABB (-3,4 Prozent auf 15,47 Schweizer Franken). Das Unternehmen hat über Rückstellungen von rund 850 Mill. Dollar vor Steuern für das vierte Quartal informiert und ein Kostensenkungsprogramm über 1 Milliarde Dollar angekündigt. Gleichzeitig machten die Firmenverantwortlichen verhaltene Aussagen zum Auftragseingang im Oktober und November, bestätigten aber die Wachstumsziele für 2008 in den Sparten Energietechnik und Automation. Am Markt hieß es, die meisten der von ABB mitgeteilten Informationen seien bekannt oder zu erwarten gewesen.

Ebenfalls deutlich unter Druck standen die meisten Finanzwerte. Baloise (-4,8 Prozent auf 74,90 Franken) schlossen als größte Verlierer im SMI/SLI, dicht gefolgt von Credit Suisse (CS) (-4,3 Prozent auf 28,90 Franken), Zurich Financial Services (ZFS) (-4,1 Prozent auf 225,00 Franken) und UBS (-3,7 Prozent auf 14,11 Franken). Die Rating- und Kurszielsenkungen bei der UBS und die Ratingerhöhung durch Merrill Lynch bei CS blieben ohne größere Auswirkungen auf die Aktienkurse. Die Agentur Standard & Poor"s hatte sowohl für UBS als auch für CS die Kreditratings gesenkt.

Auch Julius Bär (-2,5 Prozent auf 39,00 Franken) tendierten schwach. Swiss Re (+1,0 Prozent auf 49,16 Franken) und Swiss Life (+3,6 Prozent auf 70,90 Franken) wechselten im späten Geschäft ins Plus.

Mit am Tabellenende schlossen Givaudan (-4,5 Prozent auf 832,00 Franken) und OC Oerlikon (-4,0 Prozent auf 69,75 Franken). Bei den Abgaben in Oerlikon verwiesen Händler auf den großen Eurex-Verfall und auf schwindende Solarfantasien.

Von den drei Schwergewichten sanken Novartis (-1,7 Prozent auf 52,05 Franken) überdurchschnittlich, während Roche (+ 0,4 Prozent auf 160,00 Franken) und Nestle (+ 0,7 Prozent auf 40,80 Franken) zulegten. Roche und die US-Tochter Genentech hatten positive Daten aus einer Phase-III-Studie zu Rituxan/Mabthera bei früher rheumatoider Arthritis vorgelegt. Analysten kommentierten die neuen Daten wohlwollend und erwarten eine positive Auswirkung auf den Umsatz des Medikamentes.

Grösste Kursgewinner waren Actelion (+5,0 Prozent auf 59,10 Franken). Das biopharmazeutische Unternehmen hatte einen positiven Bescheid des europäischen Ausschusses für Humanarzneimittel für eine Indikationserweiterung von Zavesca erhalten. Daneben gab es auch für Logitech (+4,9 Prozent auf 15,84 Franken) oder Lonza (+2,7 Prozent auf 97,00 Franken) größere Kursgewinne.

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