Internationale Aktienmärkte
Schweizer Aktienmarkt deutlich schwächer

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag deutlich schwächer geschlossen. Die Börse in Zürich erholte sich aber von ihrem Tagestief. Am Vormittag kam zunächst Druck aus Asien, dort hatte der Nikkei ein 26-Jahres-Tief markiert.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag deutlich schwächer geschlossen. Die Börse in Zürich erholte sich aber von ihrem Tagestief. Am Vormittag kam zunächst Druck aus Asien, dort hatte der Nikkei ein 26-Jahres-Tief markiert. Nachdem ein neuer Einbruch beim deutschen ifo-Geschäftsklimaindex angesichts anhaltender Rezessionssorgen kaum noch beeindrucken konnte, sorgten am Nachmittag US-Daten für positive Impulse und halfen, die Verluste einzugrenzen.

So war zunächst die Wall Street mit einem deutlich geringeren Minus als zuvor die asiatischen und europäischen Märkte in die neue Woche gestartet. Auch die Zahl der US-Neubauverkäufe stieg im September überraschend stark. Ferner sorgten noch Aussagen von EZB-Präsident Trichet, möglicherweise auf der kommenden Sitzung die Zinsen erneut zu senken, für Erleichterung am Markt. Zum Europaschluss zeigte sich der Dow Jones Index stabilisiert.

Der SMI < SMI .SFF > verlor um 174,15 Punkte oder 3,07 Prozent auf 5 500,94 Punkte. Damit schloss der Leitindex deutlich über dem Tagestief vom Mittag bei 5 367,44 Zählern. Der 30 Titel umfassende, gekappte SLI sank um 4,14 Prozent auf 759,97 Punkte und der breite SPI fiel um 3,14 Prozent auf 4 535,83 Zähler.

Lonza beendeten den Tag als Schlusslicht im SMI mit massiven Einbußen von 18,4 Prozent auf 93,30 Franken. Der Life Science Konzern hat das angestrebte Ebit-Wachstum von 15 bis 20 Prozent bis Ende 2013 bestätigt, schliesst allerdings nicht aus, dass der operative Gewinn im laufenden Jahr hinter diesem Ziel zurückbleibt. Diese Aussage werde als Gewinnwarnung falsch interpretiert, sagen Händler.

Die Finanztitel tendierten deutlich leichter, allen voran Swiss Re , die 10,5 Prozent auf auf 38,48 Franken verloren. Im Handel war zum einen ein neuer Rekordstand bei den Credit Default Swaps des Unternehmens Thema. Zum anderen belaste eine negative Studie aus dem Hause Kepler Capital Markets, hieß es. Swiss Re soll sich demnach sowohl bei den Investments als auch bei den Unternehmensanleihen verspekuliert haben und sich mit notfallmäßigen Absicherungstransaktionen zu retten versuchen.

Auch Credit Suisse gerieten mit einem Minus von 10,0 Prozent auf 38 Franken unter Druck. UBS < UBS .ETR > verloren 7,9 Prozent auf 14,40 Franken trennten sich die Anleger in größerem Umfang. Nur etwas besser sah es bei Baloise aus, die 6,5 Prozent auf 45,52 Franken verloren ZFS gaben 6,7 Prozent auf 179,20 Franken ab. Julius Bär < Baer .VTX > verloren 5,0 Prozent auf 34,66 Franken und Swiss Life sanken um 3,8 Prozent auf 102,80 Franken.

Clariant fielen um 8,4 Prozent auf 6,10 Franken. Die Titel litten nach Einschätzung von Marktbeobachtern unter einer Gewinnwarnung des Konkurrenten DSM aus den Niederlanden. ABB gaben 7,4 Prozent auf 11,95 Franken ab. Sowohl Goldman Sachs als auch die Societe Generale hatten ihre Kursziele nach den Quartalszahlen gesenkt.

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