Internationale Aktienmärkte
Schweizer Aktienmarkt im Minus

Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Dienstag mit schwächerer Tendenz beendet. Insbesondere die Kursverluste bei den Finanzwerten belasteten den Standardwerte-Index. Ein Teilnehmer sprach von "katastrophalen Umsätzen", die man auf solch tiefem Niveau eigentlich nur im Dezember sehe.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Dienstag mit schwächerer Tendenz beendet. Insbesondere die Kursverluste bei den Finanzwerten belasteten den Standardwerte-Index. Ein Teilnehmer sprach von "katastrophalen Umsätzen", die man auf solch tiefem Niveau eigentlich nur im Dezember sehe.

Die erwartete Antrittrede des neuen US-Präsidenten hatte zum Handelsauftakt noch für eine positive Grundstimmung gesorgt, die jedoch bald verflog. Als kursbelastend zeigten sich im weiteren Verlauf des Handelsgeschehens dann immer mehr die derzeit herrschenden Unsicherheiten im Finanzsektor, was diese Werte entsprechend zu spüren bekamen.

Der SMI sank um 60,37 Punkte oder 1,12 Prozent auf 5 321,00 Zählern. Der 30 Titel umfassende, gekappte SLI gab 2,26 Prozent auf 737,87 Punkte nach, der breite Swiss Performance Index (SPI ) verlor 1,17 Prozent auf 4 393,07 Stellen.

Finanztitel stellten die auffälligsten Verlierer. Im Banksegment verbilligten sich Credit Suisse (-8,3 Prozent auf 23,10 Franken) am deutlichsten. Ein Analyst verwies auf neuerlich kursierende Spekulationen, das Kreditinstitut habe beim Handel mit VW-Aktien hohe Verluste eingefahren. Die Unsicherheiten nach den jüngsten Zahlen der Deutschen Bank und der zweiten Finanzierungsrunde für die Royal Bank of Scotland hätten die Anleger auch hierzulande trotz bereits tiefen Kursen zu Abgaben in den Banktiteln bewegt, ergänzte ein Marktbeobachter.

UBS verloren 6,3 Prozent auf 11,81 Franken und Julius Bär um 6,3 Prozent auf 37,52 Franken. Bei den Versicherern wurden Swiss Re um 8,8 Prozent auf 38,02 Franken, ZFS um 4,0 Prozent auf 202,00 Franken, Baloise um 3,2 Prozent auf 70,00 Franken und Swiss Life um 3,2 Prozent auf 62,50 Franken nach unten korrigiert.

Im freien Fall befanden sich OC Oerlikon (-18,7 Prozent auf 40,50 Franken). In Handelskreisen wurden Ängste in Bezug auf die Kreditsituation für die Kursverluste verantwortlich gemacht. Gerüchten zufolge hat sich die Auftragslage bei OC Oerlikon in den drei wichtigsten Divisionen in den vergangenen Wochen weiter verschlechtert. Eine Verletzung der Vereinbarungen mit den kreditgebenden Banken wird deshalb zunehmend als möglich betrachtet.

Als stützend für den Aktienmarkt wirkte sich hingegen die Nachfrage nach defensiven Titeln Nestle (+0,2 Prozent auf 40,94 Franken), Roche (+0,2 Prozent auf 170,30 Franken) und Novartis (+0,6 Prozent auf 53,7 Franken) aus, die den Leitindex vor kräftigeren Abschlägen bewahrten. Diese drei Titel machen alleine rund 60 Prozent der Indexgewichtung aus.

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