Internationale Aktienmärkte
Schweizer Aktienmarkt kaum verändert

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag dank einer kräftigen Schlussrally im Zuge der anziehenden US-Börsen kaum verändert geschlossen. Im Handelsverlauf litt der Markt aber größtenteils unter Gewinnmitnahmen nach den Avancen der letzten Tage.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag dank einer kräftigen Schlussrally im Zuge der anziehenden US-Börsen kaum verändert geschlossen. Im Handelsverlauf litt der Markt aber größtenteils unter Gewinnmitnahmen nach den Avancen der letzten Tage. Nach den jüngsten, kräftigen Aufschlägen sei eine Konsolidierung zu erwarten gewesen, zumal am Berichtstag vor allem Unternehmen aus der zweiten Reihe im Blick der Investoren standen, hieß es. Zurückhaltung habe aber auch vor dem am (morgigen) Mittwoch anstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank geherrscht.

Während die jüngsten Konjunkturdaten aus der Eurozone den Schweizer Markt leicht stützten, gingen die neusten, ebenfalls besser als erwartet ausgefallenen Daten aus Amerika beinahe spurlos am Geschehen vorbei. Negative Konjunkturnachrichten gab es aber für den hiesigen Markt: Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat seine Prognose für die konjunkturelle Entwicklung in der Schweiz deutlich gesenkt.

Bei Börsenschluss um 17.30 Uhr notierte der SMI kaum verändert bei-0,06 Prozent oder-2,65 Punkten auf 4 813,78 Punkte, das Tagestief lag bei 4 741,60 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte SLI verlor 0,19 Prozent auf 678,97 Zähler und der breite SPI 0,12 Prozent auf 4 040,44 Stellen.

Die rote Laterne hielten bei Börsenschluss Actelion (-3,5 Prozent auf 53,00 Franken), ohne dass Neuigkeiten dazu vorhanden gewesen wären.

Zu den größten Verlierern zählten am Berichtstag aber auch die zyklischen und konjunktursensitiven Werte wie Petroplus (-2,2 Prozent auf 16,75 Franken), Holcim (-2,1 Prozent auf 37,10 Franken), Kühne + Nagel (-1,9 Prozent auf 63,80 Franken), Clariant (-1,8 Prozent auf 4,29 Franken) oder Logitech (-1,7 Prozent auf 10,70 Franken). Besser hielten sich ABB (-0,7 Prozent auf 16,04 Franken) - der Industriekonzern sicherte sich einen Auftrag über 400 Mill. Dollar in Kuwait - oder Swatch (+0,1 Prozent auf 135,10 Franken) im Vorfeld der morgigen Bilanzmedienkonferenz.

Die Bankenwerte CS (+0,6 Prozent auf 32,54 Franken) und UBS (+0,8 Prozent auf 11,71 Franken) erholten sich im späteren Geschäft. Auch die Assekuranzen legten im Handelsverlauf noch etwas zu, bei Börsenschluss schlossen einzig ZFS (-0,3 Prozent auf 152,60 Franken) im Minus. Baloise (+3,8 Prozent auf 64,25 Franken) und Swiss Re (+3,2 Prozent auf 15,38 Franken) gingen gar an der SMI /SLI-Spitze aus dem Handel. Baloise wird Morgen die Zahlen zum Geschäftsjahr 2008 vorlegen.

Swiss Life gewannen 0,6 Prozent auf 65,05 Franken. Carsten Maschmeyer, Chef der Tochter AWD, wird einem Pressebericht zufolge in Kürze als Chef des Finanzvertriebs zurücktreten. Dafür solle Maschmeyer Anfang Mai in den Verwaltungsrat der Swiss Life Holding gewählt werden. Swiss Life Holding wollte den Bericht nicht kommentieren.

Im breiten Markt avancierten die Papiere der Branchenkollegin Helvetia nach einem als positiv gewerteten Zahlenset um 9,4 Prozent; das Geschäftsergebnis sei ein erfreulicher Kontrast im eher negativen Umfeld, hieß es.

Von den defensiven Index-Schwergewichte schlossen Novartis (+0,7 Prozent auf 43,80 Franken) im Plus, Nestle (-0,5 Prozent auf 37,32 Franken) und Roche Holding (-0,3 Prozent auf 147,10 Franken) im Minus.

Im breiten Markt brachen Cytos (-32,8 Prozent) regelrecht ein. Das Biotech-Unternehmen muss aufgrund ungenügender Resultate einer Studie beim Blutdruckimpfstoff Cyt006-Angqb die Betriebsstruktur anpassen beziehungsweise markant Stellen abbauen. Analysten sprachen von einem schweren Rückschlag für die Biotechfirma.

Arpida gewannen dagegen 11,7 Prozent. Der Verwaltungsrat des Unternehmens will der Generalversammlung neue strategische Optionen präsentieren, unter anderem ein Reverse Take-Over mit einem anderen Biotech-Unternehmen, den Verkauf von Iclaprim oder eine Tender-Offerte.

Trotz schwacher Zahlen zogen Forbo (+4,1 Prozent) an. Avancen nach dem Zahlenausweis gibt es auch für SPS (+0,6 Prozent) und Huber + Suhner (+5,1 Prozent).

Lindt & Sprüngli (PS-8,4 Prozent; Namen-5 Prozent) litten nach Meinung von Analysten unter den Aussichten für 2009. Galenica (-10 Prozent) wurden ebenfalls nach Zahlen zurückgestuft./c

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