Internationale Aktienmärkte
Schweizer Aktienmarkt leicht im Plus

Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Freitag nach zeitweise markanten Gewinnen auf etwas höherem Niveau beendet. Nach verhaltenem Start zog der SMI bis am Nachmittag mehr und mehr an und stand zeitweise über 1% im Plus.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat die Sitzung vom Freitag nach zeitweise markanten Gewinnen auf etwas höherem Niveau beendet. Nach verhaltenem Start zog der SMI bis am Nachmittag mehr und mehr an und stand zeitweise über 1% im Plus. Gestützt wurden die Aktien dabei von besser als erwartet ausgefallenen Quartalsergebnissen der Citigroup und von General Electric. Gegen Handelsende zogen die ins Minus drehenden US-Börsen die hiesigen Aktien aber wieder etwas nach unten, wobei die Schlussauktion wieder eine klare Trendwende nach oben brachte.

Nach zwei Monaten mit sinkenden Kursen zu Jahresbeginn, hat der SMI dennoch mittlerweile die fünfte aufeinanderfolgende Woche mit Avancen beendet. Nebst den genannten US-Unternehmen prägte der kleine Eurex-Verfall das Geschehen zum Wochenschluss. Ob die aktuelle Hausse die definitive Trendwende sei oder lediglich eine Bärenmarktfalle, bleibt in Marktkreisen umstritten.

Der SMI stieg bis Handelsschluss um 28,68 Punkte oder 0,56% auf 5 192,63 Punkte. Im Wochenvergleich ergab sich ein Plus von 2,4%, seit Jahresanfang liegt das Minus noch bei 6,2%. Der 30 Titel umfassende SLI schloss am Freitag 1,80% fester bei 770,41 Punkten und der SPI 0,64% bei 4 395,91 Punkten.

Größte Gewinner waren Nobel Biocare und UBS mit einem Plus von je 7,3% auf 21,20 beziehungsweise 13,98 Franken. Nobel Biocare hat einen weiteren positiven Gerichtsentscheid im Patentstreit mit der belgischen Materialise erhalten. Allerdings wurde die Nachricht von Analystenseite als zwar erfreulich, aber wenig relevant gewertet. Nobel Biocare habe einen juristischen Etappensieg erzielt, was leicht positiv sei, hieß es dazu.

UBS profitierten wie Julius Bär (+6,6% auf 38,80 Franken) oder Swiss Re (+4,5% auf 27 Franken) von der grundsätzlich wieder etwas freundlicheren Stimmung für die Finanzwerte. Dies galt aber nicht für CS (-2,3% auf 39,20 Franken) als Schlusslicht im SMI oder für Swiss Life Holding (-1,0% auf 92,80 Franken). Bei der CS gab es Gerüchte, dass sie ein grosses Exposure gegenüber der insolvent gewordenen General Growth Properties Inc (GGP), einem Besitzer von Shopping-Malls in den USA, habe. Die Bank bezeichnete das Engagement allerdings als "minimal".

ZFS (+0,2% auf 199 Franken) beendeten nach der Ankündigung einer Akquisition im Milliardenbereich den Tag mit einem leichtem Plus, allerdings nach schwachem Start. Am Vorabend hatte ZFS wenig überraschend die Übernahme der US-Autoversicherungsaktivitäten von AIG für 1,9 Mrd. Dollar bekanntgegeben. Der Markt begegnete der Übernahme vorerst mit Zurückhaltung, von Analystenseite gab es aber auch positive Reaktionen. ZFS komme die Finanzdisziplin der Vergangenheit zugute und könne den Geschäftszweig eines Konkurrenten zum materiellen Buchwert übernehmen, hieß es.

Weitere Aktien mit überdurchschnittlichem Gewinn waren Richemont (+5,5% auf 22,28 Franken), Petroplus (+4,9% auf 18,89 Franken) oder Kühne+Nagel (+3,8% auf 79,90 Franken). Kühne+Nagel wird am Montag das Ergebnis für das erste Quartal vorlegen, in den Tagen darauf folgen dann zahlreiche weitere SMI-Unternehmen.

Von den am stärksten gewichteten Aktien schlossen Roche Holding und Novartis minim schwächer, während Nestle (-1,4% auf 38,30 Franken) klar nachgaben.

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