Internationale Aktienmärkte
Schweizer Aktienmarkt mit leichten Verlusten

Der schweizerische Aktienmarkt hat am Freitag mit etwas tieferen Kursen geendet. Nach einem gehaltenen Start gaben die Indizes im Verlauf des Vormittags mehr und mehr nach, um die Woche am Nachmittag mit einer Seitwärtstendenz ausklingen zu lassen.

dpa-afx ZÜRICH. Der schweizerische Aktienmarkt hat am Freitag mit etwas tieferen Kursen geendet. Nach einem gehaltenen Start gaben die Indizes im Verlauf des Vormittags mehr und mehr nach, um die Woche am Nachmittag mit einer Seitwärtstendenz ausklingen zu lassen. Insgesamt wurde das Börsengeschehen zum "Hexensabbat", dem dreifachen Verfallstermin, in Marktkreisen als uninspiriert bezeichnet. "Das Börsenjahr ist wohl gelaufen", hieß es.

Getrübt wurde die Stimmung vor allem von einer stärker als erwartet ausgefallenen Rückstufung der Bonität von Irland durch die Ratingagentur Moody"s, was vor allem einige Finanzwerte belastete. Dass der viel beachtete Ifo-Index in Deutschland besser ausgefallen war als erwartet, hatte kein großes Gewicht. Ebenso wenig bewegten die im Rahmen der Erwartungen ausgefallenen Frühindikatoren in den USA.

Der Swiss Market Index (SMI ) schloss 0,43 Prozent tiefer bei 6 538,16 Punkten. Im Wochenvergleich ergab sich ein knappes Plus von 0,3 Prozent. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI ) verlor 0,43 Prozent auf 1 029,15 Punkte. Der Swiss Performance Index (SPI ) rutschte um 0,31 Prozent auf 5 861,4 Punkte ab.

Die rote Laterne des schwächsten Wertes hielten Sonova (-2,3 Prozent), nachdem die UBS anlässlich einer Studie zum Hörgerätehersteller das Rating auf "Neutral" von bisher "Buy" und das Kursziel auf 134 (200) Schweizer Franken gesenkt hatte. Die UBS hatte ihre Kaufempfehlung zurückgenommen, nachdem sie bei Kliniken, welche Cochlea-Implantate einsetzten, Nachforschungen angestellt hatten über die Auswirkungen der Ende November getätigten Rückrufaktion Sonovas. Auf mittlere Sicht sehen die Experten einen negativen Effekt auf den Umsatz über das Jahr 2011 hinaus, da die Lösung des Problems sicher länger brauchen werde als sechs Monate.

In Marktkreisen wurde weiter darauf hingewiesen, dass die UBS im Vergleich zu anderen Instituten bisher eine der positiveren Einschätzungen zu Sonova gehabt habe. So sei die Rückstufung noch deutlicher ins Gewicht gefallen.

Hinter Sonova belegten Adecco und Actelion (je-2,0 Prozent) gemeinsam den zweitletzten Platz. Marktbeobachter führten die aus dem Ausland kommenden Druck bei Actelion auf Ängste im Zusammenhang mit dem Hauptumsatzträger Tracleer zurück. Nach dem vor Wochenfrist von Pfizer wegen Nebenwirkungen bekannt gegebenen Rückzug des Konkurrenzpräparates Thelin, würden die Probleme vermehrt auf die ganze Wirkstoffklasse zurückgeführt. Ein Rückzug von Tracleer vom Markt sei zwar unwahrscheinlich, hieß es. Allerdings würden die in diese Richtung gehenden Unsicherheiten potenzielle Käufer von einer Übernahme von Actelion abhalten. Dies wiederum versetzte den Spekulationen der vergangenen Wochen einen zusätzlichen Dämpfer.

Roche (-1,1 Prozent) waren für rund ein Drittel des Verlustes des Gesamtmarktes verantwortlich. Die Papiere hatten am Vortag nach Bekanntwerden des negativen Entscheides der US-Gesundheitsbehörde FDA zu Avastin bei Brustkrebs bereits 0,9 Prozent eingebüßt. Der FDA-Entscheid habe zwar den meisten Erwartungen entsprochen, einige Marktteilnehmer hätten dennoch auf eine positive Überraschung gehofft, begründeten Händler die Einbußen.

Novartis (-0,1 Prozent) erholten sich im Sitzungsverlauf etwas von anfänglichen Gewinnmitnahmen nach der starken Kursentwicklung der beiden Vortage im Anschluss an die Einigung zur Vollübernahme von Alcon.

Deutlicher fielen die Abgaben bei einigen Finanzwerten wie UBS (-1,9 Prozent), Baloise (-1,5 Prozent), Swiss Life Holding (-1,6 Prozent) oder Credit Suisse (-1,2 Prozent) aus, welche wie oft am meisten von den Unsicherheiten im Euroraum belastet wurden.

Die Gewinner wurden von Holcim (+1,5 Prozent) angeführt, auf den Plätzen folgen Kühne+Nagel (+1,1 Prozent), Clariant (+0,8 Prozent) und Julius Bär (+0,9 Prozent).

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