Internationale Aktienmärkte
Schweizer Aktienmarkt mit Verlusten

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag im späten Handel wieder nachgegeben und über Tagestief schwächer geschlossen. Zuvor hatte der Markt im Zuge einer Korrektur der rekordhohen Rohölnotierungen und stärker als erwarteten US-Hausverkaufsdaten noch zu einer Erholung angesetzt.

dpa-afx ZüRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Montag im späten Handel wieder nachgegeben und über Tagestief schwächer geschlossen. Zuvor hatte der Markt im Zuge einer Korrektur der rekordhohen Rohölnotierungen und stärker als erwarteten US-Hausverkaufsdaten noch zu einer Erholung angesetzt. Belastend wirkten sich vor allem die tieferen Bankwerte - allen voran UBS - aus. UBS-Titel waren teilweise wegen Fehleingaben (Mistrades) bei den Bezugsrechten ausgesetzt. Daneben fielen auch die meisten Versicherungsvaloren durch Abgaben auf. Defensive Werte stützen hingegen den Markt, schlossen jedoch teils deutlich unter Tageshoch wie die Indexschwergewichte Nestle .

Einige Anleger würden nach dem Kursrutsch vom Freitag vor allem in defensiven Valoren wieder einzusteigen beginnen. Dennoch herrsche weiterhin grosse Vorsicht vor, hieß es im Handel. Zudem würde auch die Ölpreisentwicklung eine leichte Entspannung signalisieren. Nach einem Rekordanstieg am Freitag sind die Ölpreise zuletzt unter Gewinnmitnahmen etwas gefallen. Unerwartet hohe Verluste und ein weiterer Kapitalbedarf bei Lehman Brothers würden jedoch eine Erholungsbewegung vorerst begrenzen, hieß es weiter. Dazu kämen noch negative Kommentare der Bankenanalystin Meredith Whitney von Oppenheimer, die für Citigroup , Merrill Lynch und UBS mit einem weiteren Wertberichtigungsbedarf von zehn Mrd. Dollar auf Anleihenprodukten rechnet. Die Daten zu den noch nicht abgeschlossenen Häuserverkäufen fielen im April allerdings stärker als erwartet aus.

Der SMI schloss um 0,82 Prozent tiefer auf 7 325,90 Punkten. Der SLI verlor um 1,18 Prozent auf 1 121,84 Zähler. Der SPI gab um 0,89 Prozent auf 6 184,76 Punkte nach.

Im SMI und SLI konzentrierte sich das Geschehen auf die Titel der UBS, die 3,2 Prozent auf auf 23,82 Franken verloren. Die Titel hatten im frühen Geschäft vorübergehend ein Minus von über neun Prozent verzeichnet und ein Tagestief bei 22,40 Franken markiert. Im Nachmittagsgeschäft wurden die Titel infolge von Mistrades im Bezugsrechtshandel ausgesetzt. In UBS belasteten neben den negativen News von Lehman Brothers und Analystenkommentaren auch die Bezugsrechte der Kapitalerhöhung, die heute zum letzten Mal gehandelt wurden, den Aktienkurs wie in den vergangenen Tagen.

Credit Suisse Group gaben um 1,9 Prozent auf auf 49,74 Franken nach und Julius Bär verloren 1,6 Prozent auf 75,20 Franken.

Unter den Versicherungswerten verloren Swiss Re 1,6 Prozent auf 75,60 Franken und Swiss Life Holding 0,9 Prozent auf 283,75 Franken. Demgegenüber zogen Baloise um 1,1 Proztn auf 116,80 Franken an und setzten sich an die Spitze der Gewinnerliste.

Weiter standen Clariant mit minus 3,5 Prozent auf 12,05 Franken sowie Logitech mit minus 3,5 Prozent auf 32,44 Franken am meisten unter Druck. Nobel Biocare litten weiter unter der Einschätzung einzelner Analysten, dass Straumann zu Ungunsten von Nobel Biocare Marktanteile gewinnen werde. Die Titel verloren 4,3 Prozent auf auf 38,90 Franken.

Support erhielt der Markt von den Avancen von Nestle , die 0,3 Prozent auf 512,50 Franken stiegen. Syngenta legten um 1,1 Prozent auf 330,50 Franken zu. SGS verbesserten sich um 0,3 auf 1 523,00 Franken. Auch Roche hielten sich trotz Verlusten von 0,2 Prozent auf 180,40 Franken besser als der Index. Novartis verloren um 0,8 Prozent auf 53,15 Franken.

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