Internationale Aktienmärkte
Schweizer Börse im Aufwind

Die Schweizer Börse hat den Handel am Montag mit klar höheren Kursen beendet. Zunächst hatten positive Vorgaben aus den USA und Aussagen des Fed-Chefs Ben Bernanke für gute Stimmung gesorgt. Dem US-Notenbankchef zufolge könnte die US-Rezession noch im laufenden Jahr enden.

dpa-afx ZÜRICH. Die Schweizer Börse hat den Handel am Montag mit klar höheren Kursen beendet. Zunächst hatten positive Vorgaben aus den USA und Aussagen des Fed-Chefs Ben Bernanke für gute Stimmung gesorgt. Dem US-Notenbankchef zufolge könnte die US-Rezession noch im laufenden Jahr enden. Deutlich beflügelt zeigten sich Bankenwerte nach guten Nachrichten vom ausländischen Finanzsektor sowie die grosskapitalisierten Novartis .

Zwar sorgten im Tagesverlauf schwächer als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten für zeitweise Ernüchterung. So markierte der Empire State Index März ein neues Rekordtief. Viel stärker lasteten aber die Daten zur US-Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung Februar auf den Kursen. Die freundliche Tendenz an der Wall Street hielt jedoch an, dort zählten Banken einmal mehr zu den Gewinnern.

Der SMI stieg bis Handelsschluss um 1,90 Prozent oder 89,69 auf 4 816,43 Punkte (Tageshoch: 4 823, Tagestief 4 750). Der 30 Titel umfassende, gekappte SLI schloss bei +2,44 Prozent auf 680,25 Zählern. Der Gesamtmarkt, gemessen am SPI , gewann 2,46 Prozent auf 4 045,48 Stellen.

Die Banken am Schweizer Aktienmarkt erhielten Auftrieb durch positive Nachrichten aus dem Ausland, darunter Aussagen der EZB zur Lage der französischen Banken, die Absage der HSBC an weitere Staatshilfen sowie Äusserungen von Barclays zum angelaufenen Geschäftsjahr. Auch die Zahlungen der AIG an Geschäftspartner weltweit stützten das Sentiment.

Als größter Gewinner im SMI /SLI gingen Julius Bär (+8,8 Prozent auf 29 Franken) aus dem Handel, gefolgt von UBS (+7,6 Prozent auf 11,62 Franken, Tageshoch 11,90 Franken). In der Wochenendpresse war von einen möglichen Abbau von zusätzlichen 5 000 Stellen bei der Grossbank zu lesen. Zudem soll das Finanz- und Risikomanagement-Know-how im Verwaltungsrat verstärkt werden. CS (+5,9 Prozent auf 32,34 Franken) konnten ebenfalls deutlich zulegen.

Die Assekuranzen verloren den Anschluss im späteren Handel. Swiss Life Holding (+5,8 Prozent auf 64,65 Franken) und ZFS (+3,2 Prozent auf 153 Franken) verbuchten zwar noch starke Aufschläge. Swiss Re (+0,1 Prozent auf 14,90 Franken) bauten die Gewinne aber fast komplett ab und Baloise (-1,8 Prozent auf 61,90 Franken) rutschen gar in die Verlustzone. Die Basler legen am Mittwoch Zahlen vor.

Zykliker blieben bis zum Schluss stark gefragt, vor allem Kühne + Nagel (+6,2 Prozent auf 65 Franken) und OC Oerlikon (+5,6 Prozent auf 39,02 Franken). Holcim (+1,2 Prozent auf 37,88 Franken) litten unter einer negativen Studie von Morgan Stanley. Zudem verwiesen Händler auf Vorbehalte wegen branchenweit hohen Verschuldung.

Richemont (+3,0 Prozent auf 17,17 Franken) standen im Zeichen von Spekulationen eines Einstiegs der China Investment Corp. Gemäss chinesischen Pressberichten plant der 200 Mrd. Dollar schwere Staatsfonds eine Beteiligung an mehreren börsenkotierten Luxusgüterunternehmen. Swatch rückten 2,6 Prozent auf 135 Franken vor.

Unter den Index-Schwergewichten erwiesen sich Novartis (+3,6 Prozent auf 43,48 Franken) als Stütze, Nestle (+0,7 Prozent auf 37,50 Franken) dagegen kaum.

Roche (-2,0 Prozent beziehungsweise drei Franken auf 147,50 Franken) wurden als Schlusslicht unter den 30 Bluechips ex-Dividende (5 Franken) gehandelt. In der Wochenendpresse äusserte sich VRP Franz Humer zum Genentech-Deal, die Verschuldung will er bis 2012 oder 2013 abbauen. Er zeigte sich zuversichtlich, das Genentech-Personal nach der Vollübernahme halten zu können.

Minuszeichen trugen daneben noch Ciba (-0,8 Prozent auf 48 Franken), Actelion (-0,5 Prozent auf 54,90 Franken), Clariant (-0,5 Prozent auf 4,37 Franken) sowie Synthes (-1,9 Prozent auf 126,80 Franken).

Im breiten Markt konnten Belimo (+2,9 Prozent), Partners Group (+7,4 Prozent) und BFW (+5,9 Prozent) nach Zahlen zulegen. Rätia Energie (PS +12,5 Prozent) haussierten nach dem am Freitagabend vermeldeten vorläufigen Ergebnis. Temenos (+7,5 Prozent) profitierten von einer positiven Studie aus dem Hause Merrill Lynch.

Für Tornos (-7,6 Prozent) ging es dagegen nach einem publizierten Gewinneinbruch für 2008 und dem Verzicht auf eine Dividendenausschüttung bergab. Auch AFG (-0,8 Prozent) verloren nach dem Zahlenausweis./c

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