Internationale Aktienmärkte
Verluste zum Börsenschluss in Osteuropa

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. In Osteuropa sind die wichtigsten Börsen am Donnerstag mit weiteren Kursverlusten aus dem Handel gegangen. Die Leitindizes an den Börsen in Warschau, Prag und Budapest gingen mit einem Minus von 0,56 bis 1,35 Prozent aus dem Handel.

In Warschau fiel der Wig20 um 1,35 Prozent auf 3 677,39 Punkte, der breiter gefasste WIG-Index verlor 1,13 Prozent auf 59 276,14 Zähler. Angeführt wurde die Verliererliste von Papieren der Polski Koncern Naftowy Orlen mit einem Minus von 3,60 Prozent auf 50,90 Zloty. TVN verbilligten sich um 2,08 Prozent auf 24,00 Zloty. Der Medienkonzern hat im dritten Quartal dieses Jahres einen Nettoverlust von 78,3 Mill. Zloty eingefahren - Analysten hatten lediglich einen Verlust von 68,0 Mill. Zloty erwartet. Kghm Polska Miedz verloren leicht um 0,08 Prozent auf 125,10 Zloty. Analysten von Patria Finance sehen momentan keinen Raum für weitere Kursgewinne und stuften die Papiere auf "Hold" ab. Pgnig legten dagegen als Tagesgewinner im WIG-20 um 4,17 Prozent auf 6,00 Zloty zu. Agora gewannen 2,95 Prozent auf 54,15 Zloty. Das Unternehmen hat die Wachstumsprognosen für den polnische Zeitungs-Werbemarkt von drei auf vier bis fünf Prozent erhöht.

An der Prager Börse verlor der Leitindex PX 0,56 Prozent auf 1 860,90 Zähler. Zentiva fielen um 2,99 Prozent auf 919,60 Kronen und markierten damit ein 17-Monatstief. ING hat am Mittwoch das 12-Monats-Kursziel für den größten tschechischen Pharmawert um 25 Prozent auf 1 060 Kronen reduziert. Tagesgewinner waren dagegen Komercni Banka mit einem Plus von 2,99 Prozent auf 4 266 Kronen. Die drittgrößte Bank Tschechiens konnte mit ihren Neun-Monatszahlen die Analystenprognosen übertreffen. So erhöhte sich der Nettogewinn von 6,82 Mrd. Kronen im Vorjahr auf 8,12 Mrd. Kronen. Analysten hatten im Vorfeld der Zahlen mit 7,90 Mrd. Kronen gerechnet. Die Bank profitiere laut Unternehmensangaben vom Kreditboom in Tschechien. Der Chief Financial Officer gab sich für das vierte Quartal vorsichtig optimistisch. Papiere des Versorgers CEZ konnten um 0,43 Prozent auf 1 392 Kronen zulegen. Ceske Energeticke Zavody (CEZ) wird seine Zahlen zum dritten Quartal am 15. November vorlegen. Die Analysten der KBC Securities erwarten einen Nettogewinn nach Minderheiten von 8,0 Mrd. Kronen. Das entspräche einem Anstieg von 53,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dieser Zuwachs sei hauptsächlich auf den Anstieg der Energiepreise, Kosteneinsparungen und geringere Abschreibungen zurückzuführen. Den Umsatz sehen die Analysten bei 40,3 Mrd. Kronen - ein Plus von 10,4 Prozent.

In Budapest sackte der BUX um 1,01 Prozent auf 26 769,63 Punkte ab. Gegen den Trend konnten Papiere der Magyar Telekom 0,54 Prozent auf 925 Forint zulegen. Der Telekommunikationskonzern gab am Donnerstag seine Zahlen zum dritten Quartal bekannt. So konnte das Ebit im Vergleich zum Vorjahresquartal um 21,1 Prozent gesteigert werden. Der Nettogewinn erhöhte sich um 8,0 Prozent. Die Umsatzerlöse sanken hingegen um 1,8 Prozent auf 175,2 Mrd. Forint. Analysten der KBC Securities bewerten die Zahlen positiv. Es sei das erste Mal seit langem, dass die Magyar Telekom die Prognosen übertrifft. Kosteneinsparungen hätten sich laut den Experten erstmals bemerkbar gemacht. KBC Securities hat für die Aktien der Magyar Telekom ein Kursziel von 1 070 Forint ermittelt und eine "Buy"-Empfehlung ausgegeben. Egis gewannen im Vorfeld der Präsentation der Quartalszahlen am Freitag 0,38 Prozent auf 21 110 Forint. Den Prognosen von Wood & Company zufolge werde sich der Quartalsumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent erhöhen. Für das Ebit wird jedoch ein Rückgang des Ebit von 18 Prozent erwartet, beim Nettogewinn 20 Prozent. Laut den Analysten erwarte man gute Resultate vom russischen und westeuropäischen Markt; für Ungarn und andere CEE-Märkte sehe man jedoch keine Verbesserung der Lage für die letzten drei Monate. Magyar Olay es Gazipari (Mol) büßten 1,48 Prozent auf 25 880 Forint ein. Das Ölunternehmen gab am Mittwoch bekannt mit der kurdischen Regionalregierung im Irak einen Vertrag über die Exploration der Akri Bjeel und Shaikan-Ölfelder geschlossen zu haben. Die MOL beteiligt sich mit 80 Prozent am Akri Bijeel-Feld und mit 20 Prozent am Shaikan-Feld. Partner der MOL sind dabei die britische Gulf Keystone Petroleum und Texas Keystone.

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