Internationale Aktienmärkte
Wiener Börse schließt im Minus

Die Wiener Börse ist am Dienstag bei gutem Volumen deutlich abgerutscht. Der ATX fiel 130,55 Punkte oder 3,15 Prozent auf 4 012,40 Einheiten.

dpa-afx/apa WIEN. Die Wiener Börse ist am Dienstag bei gutem Volumen deutlich abgerutscht. Der ATX fiel 130,55 Punkte oder 3,15 Prozent auf 4 012,40 Einheiten. Nach schwachen US-Konjunkturdaten am Nachmittag ist die Wiener Börse deutlich unter Druck geraten und folgte damit dem Trend an den internationalen Leitbörsen. An Europas Börsen wurden die Finanzwert zusätzlich belastet von dem Kurssturz der Hypo Real Estate in Frankfurt. In Reaktion auf Subprime-Abschreibung verloren die Aktien rund ein Drittel des Wertes. Mit klaren Verlusten präsentierten sich auch die US-Börsen im Frühgeschäft.

Nach den Kursgewinnen von mehr als acht Prozent am Montag, waren die Titel von A-Tec mit einem Kurssturz von 8,09 Prozent auf 69,85 Euro (71 938 Stück in Einfachzählung) der Tagesverlierer im ATX . Am Montag konnten die Aktien noch einen Kurssprung von acht Prozent für sich verzeichnen. Das deutsche Bundeskartellamt hat die Entscheidung zur Beteiligung der A-Tec an der Norddeutschen Affinerie (NA) von kommenden Monat auf März verschoben.

Deutliche Verluste erlitten ebenfalls die Finanztitel im ATX . So schlossen am unteren Ende der Kurstafel auch die Versicherungswerte der Wiener Städtischen. Die Aktien fielen 6,14 Prozent auf 52,00 Euro. "Die Titel haben in den vergangenen Wochen deutlich zulegen können - nun fällt auch die Korrektur stärker aus", kommentierte ein Marktteilnehmer. Raiffeisen International sanken 2,33 Prozent auf 87,35 Euro und Erste Bank verloren 3,78 Prozent auf 41,52 Euro.

Gegen den Trend konnten RHI nach sehr festem Verlauf noch mit einem kleinen Plus von 0,12 Prozent bei 24,80 Euro aus dem Handel gehen. Im Tagesverlauf hatten die Anteilsscheine bereits bei 25,80 Euro notiert. Die Analysten der Deutschen Bank haben ihre Empfehlung für die Werte von "hold" auf "buy" erhöht. Das Kursziel wurde von 42 auf 35,00 Euro gesenkt.

Agrana fielen nach Ergebnissen um 6,17 Prozent auf 69,35 Euro. Das Betriebsergebnis für die ersten drei Quartale ist um 2,6 Prozent gesunken, gab der Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern bekannt.

Die Aktien des Verbund schlossen mit einem Minus von 4,57 Prozent bei 45,30 Euro. Die Experten der Credit Suisse haben ihr Anlagevotum von "neutral" auf "underperform" gesenkt. Das Kursziel wurde hingegen von 39,5 auf 45,00 Euro angehoben. EVN erlitten Abschläge von 2,26 Prozent auf 91,00 Euro.

OMV sanken 3,53 Prozent auf 50,30 Euro. Der saudische Ölminister hat im Rahmen eines Staatsbesuches des US-Präsidenten Bush die Bereitschaft zur Ausweitung der Öl-Produktion angekündigt. Zusätzlich belastet durch die Furcht vor einer US-Rezession haben die Ölpreise deutlich nachgegeben.

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