Internationale Aktienmärkte
Wiener Börse schließt im Minus

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag bei durchschnittlichem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 12,77 Punkte oder 0,47 Prozent auf 2 725,23 Einheiten.

dpa-afx/apa WIEN. Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag bei durchschnittlichem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 12,77 Punkte oder 0,47 Prozent auf 2 725,23 Einheiten.

Nachdem der Wiener Aktienmarkt im Einklang mit den europäischen Leitbörsen mit Kursgewinnen in den Handel gestartet war, sorgten die überraschend schwachen Quartalszahlen der Bank of America (BOA) für einen Stimmungswechsel unter den Anlegern. Die Indizes rutschten in die Verlustzone und gingen mit Abgaben ins Wochenende.

Die angeschlagene Bank of America hat die Märkte mit ihren enttäuschenden Zahlen zum dritten Quartal geschockt. Unterm Strich erlitt das Geldinstitut einen Fehlbetrag von rund 2,2 Mrd. Dollar. Zusätzlich belastete der Gewinneinbruch beim Mischkonzern General Electric (GE) die Stimmung.

Mangels relevanter Konjunkturdaten und Unternehmensergebnissen sorgten am heimischen Markt Analystenkommentare und Personalia-Nachrichten für Bewegung. Die Wertpapierspezialisten der Raiffeisen Centrobank haben die Aktie der Erste Group mit "hold" bestätigt und das Kursziel von 31 auf 33 Euro erhöht. Belastet vom BOA-Ergebnis gaben die Erste-Titel 0,42 Prozent auf 30,46 Euro ab.

Beim Anlagenbauer Andritz meldeten sich die Wertpapierspezialisten der britischen Großbank HSBC zu Wort. Sie haben die Anlageempfehlung für die Titel von "neutral" auf "overweight" angehoben. Andritz kletterten um 2,60 Prozent auf 37,87 Euro.

Personelle Veränderungen wurden bei heimischen Unternehmen bekannt. Beim Versicherer Uniqa wechselt Mitte November Vorstand Elisabeth Stadler als Chefin zu Ergo Austria, dem drittgrößten Lebensversicherer Österreichs. Uniqa-Papiere konnten die kräftigen Vortagesgewinne der Vienna Insurance nachholen und stiegen an der Spitze der Kurstafel um 6,73 Prozent auf 14,43 Euro. Vienna Insurance hingegen schlossen heute am unteren Ende mit minus 4,07 Prozent auf 42,21 Euro.

Mit dem Bau einer Ölpipeline zwischen der OMV-Raffinerie Schwechat und Bratislava erhält Österreich ab 2012 eine direkte Anbindung an das bestehende 3 000 Kilometer lange russische Pipeline-Netz. Die schwergewichteten OMV-Titel gingen mit einem Plus von 1,03 Prozent bei 29,37 Euro ins Wochenende. Unter den Indexschwergewichten mussten Voestalpine 1,76 Prozent auf 26,30 Euro und Telekom Austria um 1,29 Prozent auf 12,22 Euro an Kursverlusten hinnehmen./

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