Internationale Börsen
Bärenmarkt noch nicht am Ende

Die Weltbörsen kämpfen weiterhin mit den Schockwellen des Kurseinbruchs in Schanghai vor einer Woche. Am deutschen Aktienmarkt ging es am Montag weiter abwärts. Auch der New Yorker Handel schloss dem Trend folgend mit Kursverlusten. Viele Experten sprechen von einer „überfälligen aber gesunden Korrektur“. Doch es mehren sich auch besorgte Stimmen.

HB FRANKFURT/TOKIO/NEW YORK. Der Leitindex Dax schloss 1,04 Prozent schwächer bei 6534,57 Punkten. Der Dax hatte erst vor einer Woche erstmals seit Jahren die Marke von 7000 Punkten kurzfristig überschritten. Marktteilnehmer betrachteten in ihren Kommentaren die Lage nicht als dramatisch, rechneten jedoch fürs Erste mit einer Fortsetzung des Abwärtstrends.

Unter den 30 Dax-Werten war am Montag die Aktie des Stahlkonzerns Thyssen-Krupp mit einem Rückgang um 3,30 Prozent der deutlichste Verlierer. Um die 2,5 Prozent büßten zudem adidas, BMW und Volkswagen ein. Zulegen konnten dagegen Metro mit 0,64 und Commerzbank mit 0,23 Prozent. Ein Minus verzeichneten auch der MDax mit einem Rückgang um 1,63 Prozent auf 9.337,60 Zähler und der TecDax mit 2,24 Prozent auf 778,10 Punkte.

Die asiatischen Aktienmärkte starteten am Montag als erste mit deutlichen Kursverlusten in die neue Handelswoche. Der japanische Nikkei-225-Index rutschte unter die psychologisch wichtige Marke von 17 000 Punkten und schloss 3,34 Prozent tiefer bei 16 642,25 Zählern. Händler begründeten das Minus mit dem starken Yen, der anhaltenden Sorge über die US-Wirtschaft und den schwachen Vorgaben von der New Yorker Wall Street zum Wochenschluss.

In Schanghai schloss der Aktienmarkt mit drei Prozent im Minus. Am vergangenen Dienstag hatte dort ein Kurseinbruch die Börsen weltweit unter Druck gesetzt. Im Minus standen vor allem Stahl- und Finanzwerte. An den Börsen in Hongkong, Südkorea, Taiwan, Singapur und Indien ging es ebenfalls bergab.

Auch die wichtigsten US-Indizes gingen am Montag leichter aus der Sitzung. Die Kursverluste an den Börsen in Asien und Europa drückten in New York auf die Stimmung. Positiv wirkten dagegen Schnäppchenkäufe nach der bereits scharfen Korrektur der Vorwoche. Auch der fallende Ölpreis dämpfte den Druck etwas. Der Dow-Jones-Index schloss 0,5 Prozent tiefer bei 12.050 Zählern, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 12.039 und 12.188 Punkten gependelt hatte. Der Dow hatte in der vergangenen Woche 4,2 Prozent an Wert verloren.

Der marktbreite S&P-500-Index verlor 0,94 Prozent auf 1374,12 Punkte. An der uneinheitlichen NASDAQ gab der Composite- Index 0,18 Prozent auf 2340,68 Zähler ab, während der NASDAQ 100 um 0,09 Prozent auf 1712,94 Punkte zulegte.

Der EuroSTOXX 50 schloss 0,79 Prozent schwächer bei 3980,06 Punkten. In Paris und London verzeichneten die Börsen Verluste in dieser Größenordnung. Auch die Schweizer Börse wurde im Tagesverlauf gebeutelt: Der Swiss Market Index (SMI) verlor vorübergehend mehr als zwei Prozent und schloss noch 1,4 Prozent im Minus. Seit dem Montag letzter Woche, dem Tag vor der Schanghai-Baisse, verlor der Leitindex der Schweizer Börse 5,9 Prozent.

Seite 1:

Bärenmarkt noch nicht am Ende

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%